KKV-Aktuell, Ausgabe 9-2018


Foto: Thomas Michalski

Bänke

Die Sonne kommt auch im Spätsommer und Herbst immer mal wieder hervor. Was gibt es an solchen Tagen Schöneres, als sich in einem herbstlich eingefärbten Park oder Garten auf eine Bank zu setzen und die Umgebung zu genießen? Selbstverständlich sollte sich eine Bank ihrer Umgebung anpassen und in das landschaftliche Bild einfügen. Bänke können einen hohen Wohlfühlfaktor haben und der Kommunikation dienen. Es gibt viele verschiedene Formen, Materialien und Zwecke für eine Bank: eine Bank aus Holz, Edelstahl, Kunststoff, Marmor oder Beton, eine Senioren- oder Jugendbank, eine Gruppensitzbank, eine Hockerbank, eine Rundbank oder eine Baumbank.

Unser Titelbild zeigt eine gelb gestrichene Holzbank mit Eisenbeinen in deren Mitte ein Baum wächst. Dieses Exemplar steht im Wiesbadener Stadtpark und verführt den Betrachter zum Innehalten, zum Schmunzeln, zum Fotografieren, zum Sitzen-Ausprobieren, zum Staunen und zur Überlegung der Frage: was hat sich der Künstler (?) dabei gedacht?
Es ist eine nette Idee, die den Alltag verschönert – braucht es mehr?

Ein Mann sitzt auf einer Bank.
Kommt ein zweiter dazu und fragt: „Na, was machst Du denn so?“
Erster: „Nix.“
Zweiter: „Aber hast Du das gestern nicht schon gemacht?“
Erster:  „Schon. Aber da bin ich nicht fertig geworden.“

Manchmal brauchen wir einfach eine kleine Auszeit. Denn manchmal ist „Dasitzen“ und „Nichtstun“ alles was wir brauchen, um glücklich zu sein.
Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer!

Christenverfolgung – Religionsfreiheit – Recht des Menschen.
Im Hildesheimer Dom sehen Sie in der hinteren rechten Seitenkapelle dieses Zeichen, den Buchstaben „N“ des arabischen Alphabetes, Initialbuchstabe von „Nasura“ (=Nazarener/Christ), geschrieben von islamistischen Terroristen auf die Häuser der Christen, um sie zu zwingen, ihre Häuser zu verlassen –unter Androhung der Todesstrafe.
Über 100 Millionen Christen leiden weltweit unter Verfolgung, Vertreibung, Krieg, Terror, Diskriminierung, Mord und Korruption, bis hin zum Missbrauch von Blasphemiegesetzen. In zahlreichen Krisenregionen sind Christen existentiell bedroht und zu einer Minderheit geworden.
Die Beispiele reichen von Ägypten, dem Irak, Syrien, Saudi Arabien und der Türkei, Indien, Pakistan, Afghanistan bis nach China, Nordkorea, Nigeria, usw.
Das weltweit zunehmend eingeschränkte und verletzte Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist daher zum Grundthema für das menschliche Zusammenleben geworden. Entsprechend Art. 18 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen v. 10. Dez. 1948 hat jeder Mensch Anspruch auf Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit – ausdrücklich auch das Recht auf gemeinschaftliche Religionsausübung – öffentlich oder privat – und die Freiheit, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln. Doch ist – etwa ein Übertritt vom Islam zum Christentum – oft eine schwierige und gefährliche Prozedur und – nach der Scharia – nicht nach dem Koran – ein todeswürdiges Verbrechen.
Versagt die nationale und internationale Politik?
Glaubens- und Gewissensfreiheit sind bei uns in Europa selbstverständliches Grundrecht, als Erbe des Christentums: das Recht, Religion frei zu praktizieren und als Erbe der Aufklärung,: frei von Religion zu leben. Dieses Grundrecht kann bei Ausübung auch an Grenzen stoßen, wo andere ihre Freiheit dadurch eingeschränkt sehen, etwa bei muslimischen Schülerinnen, die ihre Kopfbedeckung im Unterricht tragen. Anderen tolerant zu begegnen ist eine Tugend, die uns viel abverlangt, denn kulturelle Rabatte, Denk- und Sprechverbote im Namen politischer Korrektheit schaden der freiheitlichen Gesellschaft. Wie viel Differenz, Verachtung, Verharmlosung – ja Intoleranz der Anderen halten wir aus?
Unsere Kirche hat dazu mit zwei Erklärungen des II. Vatikanischen Konzils, die leider in der breiten Öffentlichkeit kaum angekommen sind, einen epochalen, qualitativen Perspektivwechsel auf den Weg gebracht mit einer positiven und allseits anerkannten Wende in der Haltung zu Religionsfreiheit, Menschenrecht und den nichtchristlichen Religionen und damit auch den offiziellen Dialog mit Juden und Muslimen ermöglicht:
Die Erklärungen*:
„Dignitatis Humanae“ (DH) : Über die Religionsfreiheit: „Das Recht der Person und der Gemeinschaft auf gesellschaftliche und bürgerliche Freiheit in religiösen Dingen.“
„Nostra Aetate“  (NA) : Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. (eines der zentralen Anliegen von Papst Johannes XXIII.… „mit leidenschaftlichem Ernst“….
Es handelt sich um die für mich wichtigsten und fortschrittlichsten Erklärungen des Konzils, einzigartig in Kirchen-, Theologie-, und Konzilsgeschichte. Erkenntnis: Die Wahrheit hat kein Recht. Die Person, der Mensch hat Recht   (die Wahrheit zu suchen und dazu braucht es Freiheit).
Vgl. Amos 5,24:“sondern das Recht ströme wie Wasser“…
In unserem für alle offenen KKV Gesprächskreis werden wir uns in 2019 ausführlich mit den Inhalten, der Historie und Wirkungsgeschichte von DH und NA befassen.
Herzlich, Ihr Heiner Flohr

*Vgl. Rahner/Vorgrimmler: Kleines Konzilskompendium, X.355, XVI.661, Herder, 35. Auflage.

„Mein altes Handy für Familien in Not“

Im Januar hatten wir Sie alle aufgefordert, sich an der Sammelaktion für alte Handys zu beteiligen. Wir haben die Aktion jetzt abgeschlossen und sind verblüfft, wie viele Handys zusammen gekommen sind: 28 Exemplare fanden ihren Weg in den KKV-Treff. Wenn man bedenkt, dass 41 Handys so viel Gold wie eine Tonne Gold-Erz enthalten, wird einem bewusst, wie wertvoll die Altgeräte noch sind. Allen, die mitgemacht haben, ein herzliches Dankeschön! Die Handys sind inzwischen an missio verschickt und werden von dort zum Recyceln oder zur Aufbereitung noch nutzbarer Geräte weitergeleitet. Missio erhält für jedes Handy einen kleinen Erlös, der in die Aktion Schutzengel fließt, einer weltweiten Aktion für Familien in Not.
Wenn Sie auch zukünftig Ihr Handy für diesen Zweck abgeben möchten, so können Sie dies im Bischöflichen Generalvikariat tun, das eine Dauersammelstelle eingerichtet hat.
Barbara Kreutzer

Besuch des Lehrbienenstands in Detfurth


                                                        Foto Regina Michalski

Vb Georg Hertle erläutert interessierten KKVerinnen und KKVern viel Wissenswertes über Imkerei und Bienen.

Einladung
zum
KKV-Samstagsforum

am 27.10.2018 um 10.00 Uhr
im Gustav-Struckmann-Saal des Hildesheimer Rathauses,  Markt 1

Thema: 50 Jahre Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim.  Auf dem Weg von der Priesterkirche zur Kirche der Laien?

Referent: Claus-Dieter Paschek, Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Hildesheim.

Die Gründung des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Hildesheim vor 50 Jahren war eine weitsichtige Entscheidung. In dieser Zeit hat sich der Diözesanrat eine wichtige Rolle in der Kirche im Bistum Hildesheim erarbeitet. Gleichzeitig haben sich Kirche und Gesellschaft deutlich verändert: Das gilt z.B. für das Verhältnis der „Gläubigen“ zu „ihrer“ Kirche, die Rolle der Kirche in der Gesellschaft und nicht zuletzt für die Herausforderungen, die zusammengelegte Großgemeinden für das kirchliche Leben bringen. 50 Jahre Diözesanrat sind deshalb nicht nur Grund zum Rückblick, sondern vor allem für einen konstruktiven Blick nach vorn! Die Rolle aktiver und verantwortlicher Laien wird immer wichtiger, aber wie kann das in konstruktivem Zusammenwirken mit der Kirchenleitung konkret gestaltet werden? Eine ganz praktische Frage z.B. für die anstehenden Gremienwahlen im November, aber auch weit darüber hinaus.
Claus-Dieter Paschek  wird uns aus seiner langjährigen Erfahrung in das Thema einführen und lädt zu einer offenen und engagierten Diskussion ein.
Nicht nur an KKV-Mitglieder, sondern an alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Anmeldungen wegen der Einladung zu einem kleinen Imbiss bitte umgehend bei Vb Heinz Grande oder Vb Karl Klodwig.

Thomas Michalski