KKV-Aktuell, Ausgabe 11-2018

Zum Titelbild

In diesem Monat zeigt das Titelbild zwei Statuen der hl. Elisabeth aus der St. Elisabeth-Kirche in Hildesheim.
Die St. Elisabeth-Kirche in der Goethestraße ist ein neugotischer Backsteinbau, der ab 1904 gebaut und am 26. Mai 1907 von Bischof Adolf Bertram geweiht wurde. Der Bau wurde notwendig, weil sich die Stadt Richtung Nordosten ausbreitete. (Gleichzeitig wurde St. Bernward gebaut). Der Altarraum wurde 1976 ganz neu gestaltet, der Kirchenraum ist mit 40 Bänken für 250 Sitzplätze ausgestattet. Heute gehört die Gemeinde St. Elisabeth mit anderen zur Pfarrei St. Godehard.
Im Innenraum von St. Elisabeth finden sich die zwei  Statuen der hl. Elisabeth:       

  • links auf dem Titelbild: Diese Statue steht rechts neben dem Altarraum.
  • rechts auf dem Titelbild: Diese Statue wurde dem Altaraufbau von vor 1976 entnommen und steht heute zusammen mit anderen rechts neben dem Altar im Altarraum.
    Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKV-Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
am 19. November wird in Deutschland eine große Heilige gefeiert, die durch ihr Leben auch uns ein Vorbild sein kann. Es handelt sich um die Heilige Elisabeth, die im Jahr 1207 in Nordungarn geboren wurde. Ihre schwierigen Eltern, ein ehrgeiziger und launischer Vater und eine herrschsüchtige und verschwenderische Mutter, machten Elisabeth bereits mit vier Jahren zum politischen Spielball: sie wurde nach einem Antrag aus dem Hause Thüringen direkt dem Landgrafen übergeben. In Thüringen wurde sie gleich mit dem ältesten Sohn Heinrich symbolisch verheiratet. Da Heinrich aber noch im Kindesalter verstarb, wuchs sie nun mit dem jüngeren Sohn Ludwig heran, den sie dann mit 13 heiratete. Die Ehe war sehr glücklich, dauerte aber nur 7 Jahre, in denen drei Kinder geboren wurden.
Das Verhältnis zu ihrer Pflegemutter – später Schwiegermutter – war schwierig, da diese sehr konservativ auf höfische Disziplin achtete, Elisabeth aber schon früh einen Freigeist zeigte und oftmals eine oppositionelle Haltung einnahm. So brachte sie es nicht über sich, an der Armut und den Leiden der Menschen vorbeizugehen. Täglich legte sie den weiten Weg von der Wartburg nach Eisenach zurück, um dort zu helfen, wo ihre Hilfe benötigt wurde. Sie kam um zu helfen, zu pflegen, zu trösten und Mut zuzusprechen. Sie errichtete am Fuß der Wartburg ein Hospital, in dem täglich 900 Arme gespeist wurden. Im Hungerjahr 1225 sorgte sie dafür, dass sogar die Vorratsspeicher der Burg geöffnet wurden und verteilte das Getreide unter den Hungernden. Auch ihre eigenen Juwelen und kostbaren Kleider ließ sie verkaufen, um die Armen zu unterstützen. In ihrer fast radikalen Art, alles was sie besaß an die Armen zu geben, glich sie sehr Franz von Assisi, mit dem sie auch im Austausch stand.
Nach Ludwigs Tod übernahm dessen Bruder die Regierung über Thüringen, der mit der Lebensführung von Elisabeth überhaupt nicht einverstanden war. So verließ Elisabeth freiwillig und unbemerkt die Wartburg, woraus der Volksmund sehr schnell eine Flucht machte. Vielerorts hielt man sie für verrückt, weil sie alles aufgab, man ging sie auch tätlich an. Sie aber verlor nie die ihr eigene gelassene Heiterkeit. Politisch schlug die Flucht von der Wartburg in den deutschen Ländern hohe Wellen. So versuchte man sie wieder zu verheiraten und zwar mit Kaiser Friedrich dem II. Doch sie lehnte entschieden ab. Ihr verstorbener Mann hatte ihr das Städtchen Marburg vermacht. Da man sie dort aber nicht wollte, ging sie in die kleine Ortschaft Wehrden, um dort in einer verfallenen Bauernhütte zu leben. Letztlich wurde Konrad von Marburg aber gezwungen, Elisabeth ihr Witwengut zu geben. Davon kaufte sie sich einen Gutshof außerhalb Marburgs und erbaute auch dort gleich wieder ein Hospital für all diejenigen, die sonst keine Hilfe fanden: Kranke, Hungernde, Leidende. Hier setze sie ihre auf der Wartburg begonnene Arbeit fort, gekleidet im Gewand der Terziarinnen vom Orden des Franz von Assisi.
1231 verstarb Elisabeth im Alter von 24 Jahren. Da sich gleich nach Ihrem Tod an ihrem Grab Wunder ereignet habe sollen, wurde sie bereits vier Jahre später heiliggesprochen. An diesem Tag wurde ihr Leichnam in die neu erbaute Elisabethenkirche zu Marburg überführt.
Durch ihr Leben tätiger Nächstenliebe wurde Elisabeth zum Vorbild von Generationen in der Caritas. Aber ich finde, ihr kurzes Leben kann auch uns allen Vorbild sein: heiter und gelassen auf Gott vertrauen und seine Werke tun – im Kleinen wie im Großen.
Herzliche Grüße und Kreuzschiff voraus.
Barbara Kreutzer

Schenken verwandelt?

Im November ist die Zeit, in der wir darüber nachdenken: Was und wem schenke ich zu Weihnachten etwas? Oft werden dann nützliche aber auch viele unnütze Dinge gekauft, die dann evtl. im Papierkorb verschwinden oder nach dem Fest umgetauscht werden. Die Börse boomt.
Der Freiburger Religionsphilosoph Bernhard Welke schreibt dazu u.a.:  „Schenken: Es sieht so aus als passe das gar nicht in unsere Welt hinein. Verdienen passt hinein und leisten und fordern. Schenken aber – so sieht es aus – ist ganz unnütz. Aber vielleicht ist uns schon einmal
ein Schenken geglückt. Wenn es geglückt ist, war es sicher etwas ganz Besonderes, mehr als Pflicht und Arbeit und auch etwas anderes als bloße Konvention. War es nicht so, dass wir mit dem geglückten Schenken in eine viel menschlichere und schönere Ordnung eingetreten sind? Vielleicht waren es ein paar Blumen oder ein Spielzeug oder eine Flasche Wein. Vielleicht war es aber auch nur etwas so Schlichtes wie Gehör – man hat nichts Schlechtes geschenkt, wenn man Jemanden Gehör schenkt.“
Ist es nicht schön, wenn man Jemanden Würde schenkt, Verständnis aufbringt, Menschlichkeit zeigt, Geduld hat, aufgeschlossen ist, Entgegenkommen oder auch Akzeptanz vorurteilsfrei zeigt, Rücksicht nimmt und Nachsicht übt. Ich freue mich immer, wenn ich diese Wünsche auf einer bunten Palette auf der Bank vor der Kreuzbar*  lese. Es können aber
auch kleine schöne und bisweilen nützliche Sachen sein, in denen sich das Schenken verdichtet und konzentriert. Im Blick darauf darf man wohl sagen: Erst wirkliches Schenken macht die Welt menschlich. Wir sollten manchmal daran denken und bereit sein dafür, dass Gottes Ordnung, die Ordnung des Schenkens, diese unsere dürftige Welt dadurch beseelt. Gebe Gott, dass uns solches Schenken manchmal gelingt.
Mir fallen da die Worte von Dietrich Bonhoeffer ein: Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann. Dabei kommt es gar nicht auf die Zahl, sondern auf die Intensität an.
Ich wünsche Ihnen das richtige Gespür für das Schenken und den Blick auf  das wirkliche Geschehen zu Weihnachten.
Karl Klodwig

* Bank vor der Kreuzbar

Foto: Thomas Michalski

Einladung zum 132. Stiftungsfest des KKV Hildesheim

am Sonntag, 11. November 2018

Alle Mitglieder des KKV Hildesheim sind herzlich eingeladen, auch Gäste sind wie immer willkommen.

11.00 Uhr Festamt in der Kirche St. Jakobus d.Ä., Kirchweg, Diekholzen
Zelebrant: Prälat Heinrich Günther, Geistlicher Beirat des KKV Hildesheim

12.30 Uhr Festversammlung mit Ehrung der Jubilare und Gänseessen im Gasthof Kupferschmiede, Steinberg 6, 31139 Hildesheim

Am  11. November wird der Namenstag des hl. Martin von Tours gefeiert.

Anmeldung bitte bis zum  3.11.2018  durch Überweisung des Kostenbetrags von 30 EUR pro Person auf das KKV-Konto  IBAN  DE60 2595 0130 0000 0808 00.

Bitte vergessen Sie die Angabe Ihres Namens nicht. Die Kosten beinhalten das Mittagsmenü bestehend aus leichter Vorsuppe, Gänseessen und Nachspeise. Getränke werden extra nach Verzehr bezahlt.
In diesem Jahr verzichten wir auf professionelle Unterhaltung – wir unterhalten uns selbst und bringen uns auf den neusten Stand: Wie geht es Ihnen? Gut?
Jeder, der keine Gans essen möchte, kann vor Ort ein alternatives Essen bestellen. Er/sie muss es sofort vor Ort kundtun.
Regina Michalski

Einladung zum Vortrag

am Donnerstag, 15.11.2018 um 15.00 Uhr im Hotel Bürgermeisterkapelle, Rathausstr. 8, Hildesheim

Thema: EINSAMKEIT
Referentin: Hedwig Aselmeyer, Soz.Päd. i.R.

Man hört darüber –  man ist betroffen –  man hat Angst davor????

Einsamkeit bezeichnet meist die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein, aber gilt auch als Sammelbegriff für besonders dünn besiedelte und meist abgelegene Gegenden. Oft wird mit Einsamkeit eine negativ empfundene Normabweichung oder ein Mangel verbunden, mitunter werden damit aber auch positive Aspekte in Zusammenhang gebracht, beispielsweise im Sinne einer geistigen Erholungsstrategie, die Gedanken ordnen oder Kreativität entwickeln bzw. fördern kann. (Wikipedia)

Hier einige Gedanken zur Einsamkeit:

  • Einsamkeit schleicht sich in dein Leben, langsam, leise und ohne zu fragen.
  • Nicht das Alleinsein macht einsam, sondern das Gefühl, allein zu sein.
  • Einsamkeit ist gefährlich. Sie macht süchtig. Wenn du erst einmal merkst, wie friedlich und ruhig dein Leben sein kann, wirst du zukünftig viele Menschen meiden.
  • Es ist schon eigenartig, wie wir es genießen, wenn wir alleine sein können. Aber daran verzweifeln, wenn wir allein sein müssen.

Jede/jeder ist herzlich zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eingeladen!
Regina Michalski

Einladung zur KKV Braunkohl-Wanderung

am Samstag, 24.11.2018

Die Wanderer treffen sich um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz der Kleingartenkolonie Blauer Kamp, Greifswalder Straße, Hildesheim*,  zu einer leichten einstündigen Wanderung. Anschließend gegen 12.00 Uhr folgt das traditionelle Braunkohlessen im Koloniehaus zum Preis von 12.50 EUR  plus Getränke.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Anmeldungen bitte umgehend bei Heinz Grande, Tel. 82058 oder bei Karl Klodwig, Tel. 14551
Ansprechpartner: Vb Karl Klodwig

* Anfahrt:
Zuerst den Schildern „Marienburger Höhe“ bzw. „Universität“ folgen. Von der Marienburger Straße hinter/vor der Tankstelle links von Süden oder rechts von Norden kommend in die Greifswalder Straße einbiegen. Nach etwa 200 Metern links in den gepflasterten Weg einbiegen, dann rechts auf den Parkplatz der Kleingartenanlage abbiegen.