KKV-Aktuell, Ausgabe 12-2018


Foto: Marlen Gue

Zum Titelbild

Ganz egal um welchen Stern es sich handelt, alle haben eines gemeinsam: sie stehen als Symbol für den Stern von Bethlehem, der die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem zur Geburtsstätte des Jesuskindes führte. (Mt. 2,1.9)

Und ganz nebenbei sind sie auch noch ein wunderschöner Weihnachtschmuck in der kalten Jahreszeit! Wir kennen

  • Papiersterne wie auf dem Titelbild, diese hergestellt aus den Seiten eines alten Gotteslobs und zu besichtigen bei der KKV-Adventsfeier,
  • Strohsterne, die gegen Ende des 19. Jhd. populär wurden,
  • Bascetta-Sterne mit 20 Zacken, die als modulares Origami aufgebaut sind und zu deren Herstellung 30 gefaltete Module benötigt werden, außerdem Geduld und etwas räumliches Vorstellungsvermögen,
  • Fröbelsterne, die aus Papierstreifen geflochtenen Sterne, die nach dem Pädagogen Friedrich Fröbel benannt wurden aber wahrscheinlich um 1800 aus Skandinavien zu uns kamen,
  • Herrnhuter Sterne aus der Oberlausitz, die 1892 entdeckt bei uns immer populärer werden. Zu DDR-Zeiten brachten sie Devisen ein.

Und dann gibt es noch Zimtsterne bestehend aus Eischnee, Zucker, Mandeln, Zimt und einem klitzekleinen bisschen Mehl, die ursprünglich aus Schwaben kamen. Aus dem floristischen Bereich erfreuen uns sehr giftige aber wunderschöne Weihnachtssterne, die zuerst von einem Gärtner aus Los Angeles vermarktet wurden.
Und die Sterne am Himmel sind eigentlich Sonnen unserer Milchstraße.
Lassen Sie Sterne strahlen, sie erfreuen uns!

Frohe Weihnachten
Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer!
Auf dem Weg zur Freude
Alle Jahre wieder gehen wir durch die Adventszeit. Sie bietet uns die Chance, uns Gott (wieder) zuzuwenden. Wir können ihm persönlich begegnen, ihn wenigstens suchen und uns von ihm finden lassen. Die Einladung gilt, denn „niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt.“
Im ersten Brief an alle Christgläubigen schrieb Papst Franziskus 2013: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das Leben derer, die Jesus begegnen.“
Er sieht die große Gefahr, dass viele an Stelle wirklicher Freude und Erfüllung sich zufrieden zu geben mit Konsum, Spaß und Vergnügen. „Wenn das innere Leben sich den eigenen Interessen verschließt, dann gibt es keinen Raum mehr für die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, hört man nicht mehr die Stimme Gottes, genießt man nicht mehr die innige Freude über seine Liebe, regt sich nicht die Begeisterung, das Gute zu tun.“ Täglich können wir sehen, wie zutreffend die Beobachtungen des Papstes sind.
Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“
Gott wartet nur darauf uns zu zeigen, dass er uns längst vergeben hat. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen.
Gott will uns etwas schenken, das uns niemand nehmen kann: Freude, die uns erfüllt. Sie tut uns gut und gibt uns inneren Frieden. Sie nimmt uns die Traurigkeit dieser Zeit. „Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke“ (Neh 8,10). Sie lässt uns miteinander Weihnachten feiern, das Fest der Freude, den Tag, an dem Gott selbst in unsere Welt kommt.
Eine gesegnete Adventszeit! Ihr H. Günther

KKV Samstagsforum in Hildesheim: Auf dem Weg von der Priesterkirche zur Kirche der Laien


Foto: Thomas Adamski

Zum traditionelle KKV-Samstagsforum hatten der KKV-Diözesanverband und die OG Hildesheim in diesem Jahr am 27. Oktober 2018 in den Rathaussaal eingeladen. Es ging um ein ausgesprochen „katholisches“ aber hochaktuelles Thema: „Auf dem Weg von der Priesterkirche zur Kirche der Laien – 50 Jahre Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim“. Referent war Claus-Dieter Paschek, der Vorsitzende des Diözesanrates, also sozusagen der „oberste Laie“ im Bistum.
Etwa 50 KKVer und Gäste waren der Einladung gefolgt, nicht nur aus der OG Hildesheim, sondern auch aus den benachbarten Ortsgemeinschaften Elze/Gronau und Braunschweig. Unter den Gästen war auch der KKV Bundesvorsitzende Josef Ridders, eine besondere Ehre für den KKV Hildesheim.
Claus-Dieter Paschek erläuterte Aufbau und Arbeitsweise des Diözesanrates und zeigte auf, wie sich der Diözesanrat in den letzten Jahrzehnten eine wichtige Rolle im Bistum erarbeitet hat. Schon immer gingen von engagierten Laien wichtige Initiativen aus, sowohl in den katholischen Verbänden als auch in den Gemeinden. Die dramatischen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft geben der Rolle der Laien aber eine ganz neue Dimension. Priestermangel und Gemeindezusammenlegungen bewirken, dass das kirchliche Leben vor Ort wesentlich durch ehrenamtliche Laien getragen und geprägt wird. Und in einer säkularen Gesellschaft können christliche Werte nur durch das Engagement kompetenter und glaubwürdiger Laien in Politik und Wirtschaft eingebracht werden.
Vor diesem Hintergrund ist ein „Dialog auf Augenhöhe“ zwischen Laien und Klerus unverzichtbar. Nur so können wir „gemeinsam Kirche sein“, wie es das Abschlussdokument zum Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz auf den Punkt gebracht hat.  In der Praxis gibt es dazu noch viel zu tun und bestehende Hierarchien und traditioneller Klerikalismus (auch bei Laien) bleiben eine Herausforderung. Dass der neue Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer, in seinem ersten Hirtenwort alle Katholiken einlädt, ihm zu schreiben und Fragen, Probleme und persönliche Erfahrungen und Sichtweisen mitzuteilen, ist ein ermutigendes Zeichen.
Die anschließenden Diskussionen – im großen und im kleinen Kreis – zeigten, dass die Botschaften des Referenten angekommen sind und hinterfragt und ergänzt werden. So haben wir es uns für ein Samstagsforum gewünscht: In einer wichtigen Frage neue Impulse geben, Perspektiven aufzeigen, nachdenklich machen und auch ein Stück Motivation für das eigene Engagement erzeugen.
Der Vorsitzende der OG Hildesheim wünschte Claus-Dieter Paschek im Namen des KKV weiter alles Gute für seine anspruchsvolle Arbeit im Diözesanrat und bedankte sich mit einem kleinen Geschenk: Dem Büchlein „Himmel 4.0“ von Erik Händeler (einem KKV-Verbandsbruder), das auch einen unkonventionellen aber konstruktiven und optimistischen Beitrag zur Rolle der Laien in der Kirche darstellt. Das Buch wurde im Gesprächskreis gelesen und diskutiert.
Thomas Michalski

Weihnachtsgrüße

Dann erst
wenn ich zu mir komme
und das Außen loslasse,
wenn der Lärm verebbt
und die Gedanken ruhig werden,
wenn ich aus dem Reden ins Hören komme,
aus dem Tun ins Sein,
wenn ich mich stelle und nicht länger flüchte,
dann erst kann Gott zur Welt kommen
in mir
durch mich
zu den Menschen.
                      Autor unbekannt

 Wir wünschen allen Mitgliedern der KKV OG Hildesheim eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das kommende Jahr!
Für den Vorstand
Vb Thomas Michalski

Krippenfahrt 2019

Der KKV-DV bietet am Samstag, 05.01.2019  wieder eine Krippenfahrt an.
Sie sind herzlich eingeladen!  Melden Sie sich an!
Die Krippen, die wir besuchen werden, wurden von Heinz Bertram und Dr. Rolf Busemann vom KKV-DV ausgesucht und befinden sich im Raum Duderstadt. Wir werden Krippen folgender Kirchen besichtigen:

  • Hildegard, Hattorf am Harz
  • Sebastian, Rhumspringe
  • Johannes d.T., Hilkerode
  • Cyriakus, Duderstadt
  • Laurentius, Gieboldehausen

Diakon Dr. Rolf Busemann, geistlicher Beirat des DV, wird uns theologische Impulse zu den Krippen geben.
Treffpunkt ist am 5.1.2018 um 11.00 Uhr am Parkplatz am Café Del Sol, Frankenstr. 43 A, Hildesheim. Anmeldungen bei Vb Heinz Bertram, Tel. 05066-6005932 oder  heinz@bertram-hamm.de
Der Kostenbeitrag von 25,00 EUR pro Teilnehmer/in wird im Bus eingesammelt und beinhaltet die Busfahrt zu den Kirchen, das Kaffeetrinken und das Abendessen.

Aufruf zur Spende für FLUX

In 2017/18 hat der KKV sich vorgenommen das Hildesheimer Flüchtlingshilfeprojekt FLUX zu unterstützen und auf einigen KKV-Veranstaltungen dafür Spenden gesammelt. In einer KKV-Veranstaltung am 19.06.2017 konnten sich viele KKVer mit dem Konzept von FLUX und der erfolgreichen Arbeit vertraut machen. Wer wissen will, wie sich die Arbeit von FLUX weiterentwickelt hat, findet umfangreiche aktuelle Informationen und den interessanten Jahresbericht unter www.flux-hildesheim.de.
In unserer Jahreshauptversammlung am 21. Januar 2019 wollen wir die KKV-Spende überreichen. Es ist schon einiges zusammengekommen, aber vielleicht ist dem einen oder anderen KKVer FLUX so wichtig, dass er diese Spende noch aufstocken möchte?
Dann würden wir uns über eine Überweisung auf das Konto des KKV, IBAN DE60 2595 0130 0000 080800, unter dem Stichwort FLUX freuen. Selbstverständlich sind Spenden an den KKV bzw. über den KKV an FLUX steuerlich absetzbar, da der KKV als gemeinnützig anerkannt ist. Für Spenden bis 200 Euro genügt dabei als Nachweis der Kontoauszug.
Vielen Dank im Voraus!
Für den Vorstand
Vb Thomas Adamski