KKV-Aktuell, Ausgabe 1-2019

Foto: Lutz Engelhardt

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Sie kennen diesen Blick vom Berghölzchen aus über die Mittelallee und über die Stadt?
Hier im Schnee mit rodelnden Kindern zeigt sich Hildesheim sehr friedlich. Möge es in Europa so friedlich bleiben für uns, für unsere Kinder, unsere Groß- und Urgroßkinder. Vor über 100 Jahren sah die Welt anders aus und dazu schrieb Peter Rosegger (1843-1918) dieses Gedicht. Es kann uns heute noch zu denken geben.

Zum neuen Jahr:
Ein bisschen mehr Friede
und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte
und weniger Neid,
ein bisschen mehr Liebe
und weniger Hass,
ein bisschen mehr Wahrheit,
das wär’ doch schon was.

Statt so viel Hast
ein bisschen mehr Ruh’.
Statt immer nur ich
ein bisschen mehr Du!
Statt Angst und Hemmungen
ein bisschen mehr Mut
und Kraft zum Handeln,
das wäre gut.

Kein Trübsinn und Dunkel,
mehr Freude und Licht.
Kein quälend Verlangen,
ein froher Verzicht
und viel mehr Blumen
so lange es geht,
nicht erst auf Gräbern,
da blüh’n sie zu spät!

Ein frohes, friedvolles und glückliches Jahr 2019 wünsche ich Ihnen
Regina Michalski

In 2019 den guten Nachrichten eine Chance geben

Liebe KKVerinnen und KKVer, liebe Leser!
Zum Jahreswechsel gehören – genauso wie Feiertage und Silvesterknaller – die Prognosen für das neue Jahr. Kluge Leute sagen uns, was im kommenden Jahr auf uns zukommt und erläutern dies wortreich in Interviews und Talkshows.
Aber was ist Ihre persönliche Einschätzung: Wird sich das Leben der Menschen in Deutschland, Europa und der Welt in 2019 verbessern oder verschlechtern? Und welche Gründe gibt es für Ihre Erwartung? Die Medien, die uns eigentlich informieren und ein realistisches Bild vermitteln sollen, sind da wenig hilfreich. Manchmal habe ich den Eindruck, es gibt nur noch schlechte Nachrichten. Jedenfalls bestimmen diese eindeutig die Schlagzeilen. Auch die Aussagen der Kirche und der kirchlichen Hilfswerke suggerieren manchmal, dass die Welt im Elend versinkt. Aber ist das die Wirklichkeit?
Eine wichtige Erkenntnis ist: Manches ist deutlich besser geworden, aber trotzdem in einigen Bereichen immer noch sehr schlimm! Beispiel: In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der Menschen weltweit, die in extremer Armut leben, etwa halbiert! Trotz wachsender Bevölkerung! Eine wirklich gute Nachricht, die aber die Lage der Menschen, die immer noch in Armut leben, nicht beschönigen darf. Im Gegenteil, diese Erkenntnis zeigt, dass die Menschheit auf dem richtigen Weg ist und eine echte Chance hat, das Armutsproblem zu lösen. Das ist ein ganz wichtiger Teil der Wahrheit – und eine starke positive Motivation.
Man kann dieselbe objektive Tatsache positiv oder negativ sehen. Beispiel: Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland (und weltweit) deutlich gestiegen – auch der Zeitraum im Leben, in dem Menschen in der Regel gesund und aktiv sind. Natürlich kann man dann jammern, dass die Rentenversicherung belastet wird und über die Risiken des demografischen Wandels klagen. Gleiches gilt für das immer teurere Gesundheitswesen, dem wir diesen Fortschritt verdanken. Und natürlich nehmen mit zunehmendem Alter und besseren Behandlungsmöglichkeiten bestimmte Krankheiten als Todesursachen zu.
Deutschland befindet sich derzeit in einer guten wirtschaftlichen Lage: Wirtschaftswachstum, sehr niedrige Arbeitslosigkeit, viele Jobangebote, sprudelnde Steuereinnahmen, neue Rekorde bei den Sozialausgaben (und den Kirchensteuern), kräftig steigende Renten, usw. Trotzdem sind viele Menschen unzufrieden, es könnte ja alles noch besser sein.
Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche sind in einem ständigen Wandel. Das ruft bei vielen Menschen Verunsicherung und Angst hervor. Auch das führt zu einem falschen Bild von der Welt. Manche denken, gerade die älteren Menschen meinen „früher war alles besser“. Unter den KKVern kenne ich allerdings viele positive Gegenbeispiele! Aufgeschlossene, zuversichtliche Menschen, mit sehr realistischem Blick auf die Welt.
Was folgt aus diesen Beispielen: Es geht darum, immer die ganze Wirklichkeit zu sehen – die negativen wie die positiven Seiten – und zu einer ehrlichen, realistischen Bewertung zu kommen. Und man muss offen sein für neue Entwicklungen und Chancen. Als verantwortliche Christen sagen wir einfach: Wir bemühen uns um die Wahrheit und wir haben Gottvertrauen.
Ich bin theologischer Laie und wenig bibelkundig, aber ich kenne keine Stelle, wo Jesus sagt: „macht den Menschen Angst und redet ihnen ein schlechtes Gewissen ein“ aber natürlich kenne ich seinen Auftrag „geht in alle Welt und verkündet die Frohe Botschaft“.

In diesem Sinne wünsche ich allen KKVern und ihren Familien
ein gutes und gesegnetes Jahr 2019

Thomas Michalski
Vorsitzender KKV Ortsgemeinschaft Hildesheim

Wen das Thema einer realistischen Sicht auf unsere Welt interessiert, dem empfehle ich das hervorragende Buch von Hans Rosling: „FACTFULLNESS – wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“.

P.S.: Auch in 2019 wird der KKV mit einigen qualifizierten Veranstaltungen einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Welt realistisch zu sehen und zu bewerten, beispielsweise mit dem Vortrag zur Wohnsituation in Hildesheim in unserer Jahreshauptversammlung am 21. Januar 2018.


KKV Pressemitteilung Nr. 11 vom 26.11.2018

Mensch, kauf doch mal wieder offline – Plädoyer für bewussten Konsum und lebendige Innenstädte!

Jeder mag lebendige Innenstädte und gute Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. In Zeiten des Onlinehandels ist dies aber keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Menschen bedauern, dass in den Innenstädten immer mehr Geschäfte schließen und beklagen Leerstände und im gleichen Atemzug kaufen sie ihre Waren immer öfter online.
„Mensch, kauf doch mal wieder offline“ – mit diesem Slogan wirbt deshalb der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) für einen bewussten Konsum und lebendige Innenstädte. So wichtig und alltäglich die Möglichkeit des online-shoppings heute auch ist, der schnelle Klick ist nicht immer der bessere Schritt. Bewusster Konsum ist nachhaltig, fair, sozial und wo möglich auch lokal: Das schafft Arbeit vor Ort und macht lebendige, lebenswerte Innenstädte möglich.
Natürlich geht es nicht darum, den Einkauf im Internet zu verteufeln. Die Möglichkeit gehört zum Alltag und erleichtert vielen den Einkauf. Trotzdem muss klar sein: Wer online kauft, schafft keinen Arbeitsplatz vor Ort. Handel und Gewerbe in den Städten aber können nicht nur davon leben, dass man sich Dinge ansieht und beraten lässt, um sie dann online zu kaufen – oder aber nach dem Kauf zur Reparatur zu kommen. Der KKV sieht die Aktion aber nicht als bloßes „Förderprogramm“ für den lokalen Einzelhandel. Wir haben den sozialen Mehrwert im Blick – ganz den Grundsätzen der katholischen Soziallehre folgend. 
Josef Ridders, KKV Bundesvorsitzender

Einladung

zur Jahreshauptversammlung 2019 der KKV OG Hildesheim
am Montag, 21.Januar 2019 um 18.30 Uhr
im Landgasthof „Zur Scharfen Ecke“,
Itzumer Hauptstraße 1, 31141 Hildesheim

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Gedenken an unsere Verstorbenen
3. Übergabe der KKV-Spende für FLUX
4. Bericht des 1. Vorsitzenden
5. weitere Berichte aus dem Vorstand
–  Rückblick auf die KKV-Veranstaltungen 2018
–  Bericht aus Diözesan- und Bundesverband
6. Bericht des Schatzmeisters, Bericht der Kassenprüfer,
    Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes
7. Teilneuwahl des Vorstandes und der Kassenprüfer
– des/der 2. Vorsitzenden
des/der Schatzmeisters/in (diese Position ist seit letzter JHV
   vakant)
von 3 Beisitzern/Beisitzerinnen
Wahl eines/er Kassenprüfers/in
8. Verschiedenes

Zu dieser Versammlung werden alle Mitglieder der KKV OG Hildesheim gemäß § 7 der Satzung des KKV Hildesheim vom 27.06.2017 sehr herzlich eingeladen. Anträge sind bis spätestens 14 Tage vorher beim Vorsitzenden schriftlich einzureichen.

Ca. 20.00 Uhr Vortrag:

Referent: Vb Matthias Kaufmann, Geschäftsführer der kwg (Kreiswohnbaugesellschaft)
Thema: „Wohnungsmarkt in Stadt und Kreis Hildesheim, quo vadis?

Vb Thomas Michalski, Vorsitzender