KKV-Aktuell, Ausgabe 4-2019


Foto: Lutz Engelhardt

Zum Titelbild

Das Titelbild zeigt in diesem Monat die Statue von des Rainald von Dassel (*1115 in Dassel; † 14. August 1167 in Rom) am Kalenberger Graben in Hildesheim.

Er war von 1159 bis 1167 Erzbischof von Köln und Erzkanzler für Italien. Er war engster Berater von Friedrich I. und nahm maßgeblich Einfluss auf die kaiserliche Politik insbesondere in Italien und in der Auseinandersetzung mit dem Papsttum. Obwohl er nur wenig Zeit im Erzbistum Köln verbrachte, hat er auch dort nachhaltig gewirkt. Seine Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln hat der Stadt einen starken Strom von Pilgern gebracht. Damit wurde auch die wirtschaftliche Bedeutung Kölns gestärkt.
Rainald stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Dassel. Als einziger seiner Familie hat Rainald überregionale Bedeutung erlangt. Rainald war der zweite Sohn des Grafen Reinold I. von Dassel und der Mutter Mathilde von Schauenburg. Heute ist die ehemalige Grafschaft Dassel eine Kleinstadt im Kreis Northeim. Sie liegt ca. 65 km von Hildesheim entfernt.

Und seine Verbindung zu Hildesheim?
Rainald von Dassel bekam seine Ausbildung an der Domschule in Hildesheim (heute Josephinum), er studierte anschließend in Paris und wurde 1146 Subdiakon und Domcellar in Hildesheim, d.h. er war für die wirtschaftlichen Belange des Bistums zuständig. Um 1148 wurde er Domprobst in Hildesheim, Probst des Goslarer Petersbergstiftes und 1153-1156 von St. Moritz zu Hildesheim.
Anschließend war er ein erfolgreicher Kriegsherr.

Am Donnerstag, 18.04.19 um 15.00 Uhr referiert Frau Helge Hilgert zusammen mit ihrem Mann über das Leben und Wirken des Rainald von Dassel.

Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer!
Das Vorwort zum April 2019 hat einen für KKVAktuell eher ungewöhnliches Thema: In diesem Jahr wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Dazu schreibt Michael Tillman im IMAGE 01/19:
Als am 12. April 1919 in Weimar aus der Vereinigung der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar und der 1915 aufgelösten Kunstgewerbeschule Weimar das Staatliche Bauhaus entstand, war es nicht abzusehen, dass die als Kunstschule gedachte Einrichtung weltweit prägend würde für die Architektur und das Design. Grundlegend war der Wunsch der Gründer Henry van de Velde und Walter Gropius, die Kunst von der Industrialisierung zu emanzipieren und das Kunsthandwerk wiederzubeleben. Damit war die gestalterische Intention verbunden, experimentell und manuell eine neue Formensprache zu entwickeln, die dem industriellen Herstellungsprozess gerecht wird. Das erste Beispiel dieses neuen Ansatzes war das Haus „Am Horn“, das zur ersten Ausstellung des Bauhauses 1923 in Weimar errichtet wurde. Die Architektur als Gesamtkunstwerk sollte mit den anderen Künsten verbunden werden. Aufgrund politischen Druckes musste das Bauhaus 1925 nach Dessau umziehen, 1932 folgte die Verlegung nach Berlin, bis die Nationalsozialisten 1933 die Selbstauflösung des Bauhauses erzwangen. Trotz der nur kurzen, 14-jährigen Existenz des Bauhauses war der Einfluss der Schule so bedeutend, dass umgangssprachlich der Begriff Bauhaus oft auch mit der Moderne in Architektur und Design gleichgesetzt wird.


Haus „Am Horn“, Weimar 1923, Foto Michael Tillmann

Und was hat das Bauhaus mit Hildesheim zu tun? Im benachbarten Alfeld, im Landkreis Hildesheim, gibt es das Fagus-Werk, es wurde im Jahr 2011 vom UNESCO-Welterbekomitee in die Weltkulturerbeliste aufgenommen und zählt zu den aktuell 42 Welterbestätten in Deutschland. Als Ursprungsbau der modernen Industriearchitektur ist das 1911 erbaute Fagus-Werk das Erstlingswerk des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius. Zurzeit finden anlässlich von 100 Jahre Bauhaus besonders viele und vielfältige Veranstaltung im Fagus-Werk statt. Sie finden sie unter www.fagus-werk.com im Internet.

Möglicherweise lohnt ein Besuch zu Ostern? Siehe u.a. Blick über den Tellerrand: Gästeführungen zu Ostern.

Frohe Ostern
Regina Michalski

Einladung

zu Vortrag + Gespräch im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Hildesheim, Bischof-Janssen-Str. 31

am 29.04.2019 um 19.30 Uhr

Thema: Europa und Europawahl

Referenten: David McAllister, Spitzenkandidat der CDU in Niedersachsen, MdEP
und Konstantin Gerbrich, Hauptorganisator PoE (Pulse of Europe) Hildesheim, die Moderation übernimmt Christian Wolters, tellvertretender Chefredakteur der HAZ.

Am 09. Mai 1950 präsentierte der französische Außenminister Robert Schumann seine Vorstellung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) in Paris. Heute wird dieser Tag jedes Jahr als Europatag gefeiert.
Den Grundstein der Europäischen Union (EU) legten sechs Staaten: Frankreich, Italien, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Deutschland. 1951 gründeten sie die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), 1952 trat der Vertrag in Kraft. Folgeverträge waren die Römischen Verträge 1958, sie führten zur EWG, 1967 entstand daraus die EG, 1993 folgte der Maastrichter Vertrag zur Gründung der EU.
Nach den sechs Gründungsmitgliedern kamen 1973 Dänemark, Irland und Großbritannien dazu, 1981 Griechenland, 1986 Spanien und Portugal, 1995 Österreich, Finnland und Schweden, 2004 Zypern, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei und Slowenien, 2007 Bulgarien und Rumänien und 2013 Kroatien, sodass inzwischen 28 Länder der EU angehören.
Von den 28 Ländern gehören derzeit 19 Staaten der Eurozone an: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien und die Republik Zypern.
2012 wurde die EU für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Bei einem Referendum am 23. Juni 2016 stimmten knapp 52 % der Wähler Großbritanniens dafür, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt (Brexit).
Wir freuen uns auf einen interessanten und informativen Abend und laden alle KKVerinnen und KKVer und interessierte Gäste zu der Veranstaltung ein.

Ansprechpartner Vb Thomas Adamski und Vb Matthias Mehler

Einladung zur Maiandacht

am Freitag, 10. Mai 2019 um 17.00 Uhr in der kath. Kirche Heilige Familie in Klein Escherde. Wir feiern diesen Gottesdienst mit Herrn Prälat Heinrich Günther, unserem Geistlichen Beirat.
In Anschluss an den Gottesdienst, gegen 18.30 Uhr, gehen wir zum Spargelessen ins Restaurant Silberfund, Silberfinderstr. 14, Hildesheim-Himmelsthür.

Zur Auswahl stehen:
Portion deutscher Stangenspargel mit neuen Kartoffeln und wahlweise flüssiger Butter oder Sauce Hollandaise für ca. 15,00 EUR*
Zum Spargel kann bestellt werden
Omelette für 4,50 EUR
• Kochschinken für 6,00 EUR
Schnitzel vom Schweinerücken 8,00 EUR
• Schollenfilet für 9,00 EUR
Schweinefilet für 10,00 EUR
• Rinderfilet für 18,50 EUR
oder
ein à la Carte – Essen

* Der Preis richtet sich nach dem Angebot des Spargelbauern, also auch nach der Temperatur, dem Regen und dem Sonnenschein, die das Wachstum des Spargels beeinflussen.

Verbindliche Anmeldungen mit Angabe des Essenwunsches bitte bis zum 06.05.2019 an Vb Heinz Grande oder Vb Karl Klodwig

Ansprechpartner: Vb Thomas Adamski