KKV-Aktuell, Ausgabe 3-2020


Foto: Thomas-Michalski

Zum Titelbild

Im vergangenen Jahr haben wir die Maiandacht in der Kirche Heilige Familie gefeiert. In dieser Kirche steht die Statue des Hl. Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm, deren Foto als Titelblatt dieses Hefts zu sehen ist.
Der Josefstag am 19. März ist seit 1621 ein Fest im römischen Kalender. Papst Benedikt XIII. fügte den Namen Josefs in die Allerheiligenlitanei ein. Papst Pius IX. ernannte Josef 1870 zum Patron der katholischen Kirche. Neben dem Josefstag am 19. März wird seit 1955 auch der 1. Mai als „Josef der Arbeiter“ gefeiert. Papst Pius XII. hat den seit 1889 als „Kampftag der Arbeiter“ begangenen Tag als Zeichen der Aussöhnung mit der Arbeiterschaft eingeführt.
In der Bibel steht wenig über den Hl. Josef, er wird 25-mal bei Lukas, 17-mal bei Matthäus und zweimal bei Johannes erwähnt, nicht aber bei Markus – und es ist kein einziges Wort des Heiligen überliefert. Er stammt aus dem Geschlecht Davids, ist der Mann Marias, der soziale Vater Jesus. Er flieht mit der Familie nach Ägypten, sorgt sich um seinen „Ziehsohn“. Josef widersteht Konventionen, ist einer der „Gerechten“ (Mt, 1,19). Er träumt und glaubt und handelt scheinbar stumm und klaglos, in und aus Liebe zu Maria.
Auch eine Reihe von Bauernregeln erinnern an den heiligen Josef. Angefangen von „Josef klar, gibt ein gutes ein Honigjahr“ über „Ist es klar am Josefstag, spart er uns viel Not und Plag“ bis hin zu “ Josef behände macht dem Winter ein Ende!“ blicken alle Sprüche optimistisch in die Zukunft, sofern nur das Wetter am Josefstag klar und schön ist.

Regina Michalski

Quellen: www. katholisch.de, KIZ vom 17.03.2017

Kirche und Klima 

Der Klimawandel, die drohende Zerstörung der Schöpfung durch den Menschen, ist im letzten Jahr weltweit zum Thema Nummer eins geworden. Ausgelöst auch durch entsprechende Aussagen der Wissenschaft, kam es zu teils heftigen Reaktionen in der Öffentlichkeit, insbesondere auch in der Jugend. Vermutlich nur wenigen ist dabei bewusst, dass Papst Franziskus bereits Anfang 2015 aus christlicher Sicht in seiner Enzyklika „Laudatio Si“ seiner Sorge zu diesem Thema deutlich Ausdruck gegeben hat.
Wörtlich schreibt der Papst darin …Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katastrophen enden kann …
Klar benennt er auch das auf Profit ausgerichtete Wirtschaftssystem als einen Grund für die fortschreitende Umweltzerstörung.
Nach Auffassung des Heiligen Vaters haben die Menschen die Harmonie zwischen sich und dem Schöpfer zerstört. Papst Franziskus fordert in seiner Enzyklika alle Menschen, internationalen Organisationen und Regierungen dazu auf, angesichts dieser Gefahren bewusster zu leben und sich politisch nachhaltig für Verbesserungen einzusetzen. Hier ist die Kirche als Organisation mit ihren Gebäuden und ihrem Fuhrpark auch selber energischer als bisher gefordert.
Wir alle sollten uns die Worte des Papstes im Alltag zu eigen machen und besonders der Jugend erklären, wo bei diesem Anliegen der Menschheit die katholische Kirche steht.

Manfred Pfahl

Jahreshauptversammlung 2020


Foto: Christian Berndt

Am 20. Januar fand die diesjährige Jahreshauptversammlung im Landgasthof „Zur Scharfen Ecke“ statt. Die Anwesenden gedachten zunächst der im letzten Jahr verstorbenen 4 Mitglieder. Seinen Bericht baute Thomas Michalski in diesem Jahr auf drei Fragen auf: Was hat der KKV im letzten Jahr erreicht? Wo steht der KKV heute? Was haben wir uns vorgenommen? Dabei wies er auf verschiedene Aktionen des letzten Jahres und Planungen für 2020 hin. So hat der Vorstand nach ausführlicher Beratung z.B. entschieden, sich an der Aktion „Reisesegen“ der Initiative Maria 2.0 zu beteiligen. In der Versammlung wurde dies ebenfalls noch einmal kontrovers hinterfragt, aber insgesamt positiv bewertet.
Den Bericht aus dem Veranstaltungsausschuss konnte Harald Wehrmaker kurzhalten, da eine Übersicht über die Veranstaltungen von 2019 bereits in der Januar-Ausgabe von KKVaktuell abgedruckt wurden. So wies er auf die in Kürze anstehenden Vorträge des Umweltbeauftragten des Bistums am 24.03. und des Vorsitzenden der Paul-Feindt-Stiftung am 20.04. hin.
Heinz Bertram berichtete aus dem Diözesan- und Bundesverband, u.a. vom Bundesverbandstag in Kaarst und von den Veranstaltungen des Diözesanverbandes, hier besonders der gelungenen Krippenfahrt zu Anfang dieses Jahrs. Barbara Kreutzer berichtete kurz über den Klausurtag des Vorstands. Auch hierzu gab es bereits einen kurzen Bericht im KKVaktuell Februar 2020.
Da immer noch kein Schatzmeister gefunden werden konnte, teilte Thomas Michalski, der diese Aufgabe vorübergehend mit übernommen hat, den aktuellen Kassenstand mit. Karl Fleige bestätigte als Kassenprüfer die ordnungsgemäße Führung der Kasse und die Anwesenden entlasteten den Vorstand.
Bei den anschließenden Wahlen gab es erfreuliche Wiederwahlen: Da niemand gefunden wurde, der oder die den Vorsitz übernehmen würde, stellte sich Thomas Michaelski noch einmal der Wahl und wurde mit nur einer Gegenstimme gewählt. Barbara Kreutzer wurde als Schriftführerin wiedergewählt. Ein Schatzmeister und ein weiterer Beisitzer konnten allerdings leider immer noch nicht gefunden werden. Als Kassenprüfer wurden Karl Fleige und Gerd Wehr gewählt bzw. wiedergewählt.
Zum Ende der Versammlung stellte der Geistliche Beirat Prälat Günther einen Antrag auf Unterstützung der Wiederwahl des Oberbürgermeisters Dr. Ingo Meyer (s. auch S. …).

Barbara Kreutzer

Neues vom Zölibat

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands (als Laienorganisation) haben 2019 gemeinsam ein Vorhaben gestartet, das sie als „synodalen Weg“ bezeichnen. Das Vorhaben soll zwei Jahre laufen und zunächst in Gesprächskreisen die Themenbereiche

Macht
• Sexualmoral
• Priesterliche Lebensform
• Frauen in der Kirche

diskutieren und Problempapiere erarbeiten.

Auffällig ist, dass sich alle Themen mit dem Innenleben der Kirche beschäftigen und damit den großen Reformstau aufzeigen, der sich offenbar gebildet hat.
Mit den genannten Sachverhalten „Sexualmoral“ und mehr noch mit dem der „priesterlichen Lebensform“ in Verbindung steht der Begriff des Zölibats. Hierzu hat der renommierte Kirchenhistoriker Hubert Wolf, Universität Münster, aus seiner kritischen Sicht 16 Thesen erarbeitet, die, in einem Band zusammengefasst, 2019 im Verlag Beck erschienen sind.
Wolf stellt darin den Zölibat auf den kirchenhistorischen Prüfstand. Er erklärt, wie es zum Zölibat kam, warum die bisherigen Argumente dafür heute ins Leere laufen und welche guten Gründe dagegen es heute gibt.
Ausnahmen vom Zölibat haben sich bewährt, der Priestermangel könnte gemindert, und die Gefahr des Missbrauchs von Kindern gemindert werden.
Hubert Wolf sagt aber auch: Mit dem Wegfall des Zölibats könnte das klerikale System mit seiner bisherigen Geringschätzung von Laien und Frauen insgesamt in die Diskussion geraten und dies möchte Rom vermutlich verhindern.
Ich persönlich glaube, diese Diskussion hat schon längst begonnen.

Manfred Pfahl

Einladung zum Vortrag

am Dienstag, 24.03.2020 um 19.30 Uhr im Hotel Bürgermeisterkapelle, Rathausstr. 8

Thema: Unsere Sorge für das gemeinsame Haus – die Kirche und der Umweltschutz. Ein Statusbericht

Referent: Dr. Dr. Dirk Preuß, Umweltbeauftragter für das Bistum Hildesheim

Auf der Internetseite des Bistums stehen zum Thema Umweltschutz/Klimaschutz:

Umweltschutz
… weil die Liebe zu den Menschen und das gesellschaftliche Engagement untrennbar mit der Sorge für die Umwelt, mit der „Sorge für das gemeinsame Haus“ verbunden sind (vgl. Enzyklika Laudato siʾ).

Klimaschutzinitiative
Wie viel Energie verbrauchen die Kirchengemeinden und Einrichtungen? Welches Gebäude in meiner Gemeinde verbraucht die meiste Energie? Wir helfen Pfarreien, die Antworten zu finden.

Allianz für die Schöpfung
Unterwegs zu einem guten Leben für alle! Schöpfungsverantwortung in weltweiter Solidarität erfordert eine Änderung unseres Lebensstils und bedarf gesellschaftlich-politischen Engagements.

Umweltkarte
Mit diesem neuen Angebot wollen wir die verschiedenen Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten in den Kirchengemeinden unseres Bistums anschaulich machen.

Zu jedem genannten Thema kann auf der Seite www.bistum-hildesheim.de/kirche-gesellschaft/umweltschutz-klimaschutz weitergelesen werden.
Herr Dr. Preuß wird uns sicher interessante Aspekte zum Thema näherbringen.
Wir freuen uns auf einen interessanten Abend.
Alle KKVerinnen, KKVer und interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Ansprechpartner: Vb Thomas Adamski