KKV-Aktuell, Ausgabe 6-2020


Foto: Thomas Michalski

Rosen

Haben Sie das Titelbild sofort erkannt?

Der Blick geht über die Rosen im Magdalenengarten zu den Türmen der Michaeliskirche.
Wir haben dieses Titelbild ausgesucht, weil im Juni die Rosen am schönsten Blühen. Der Juni ist der Rosenmonat (nicht der Rosenmontag wie man bei Google korrigiert wird, wenn man Rosenmonat eingibt)! Die Rose gilt als Königin der Blumen. Seit den Anfängen der Rosenzüchtung im 18. Jahrhundert bis heute sind weltweit über 30.000 Rosensorten entstanden.
Besonders rote Rosen faszinieren die Menschen seit jeher und sind mit ihrem eleganten Charme beliebt. Rote Rosen stehen für die Liebe. Und im Fernsehen gibt es eine Serie der ARD, die Rote Rosen heißt und in Lüneburg spielt.
Bis vor einigen Jahren gab es auf dem Gelände des Magdalenenhofs ein Rosenmuseum, dort hat unsere Ortsgemeinschaft einige Jahre ihr Fastenessen veranstaltet. Heute befindet sich an der Stelle eine Kita.
Vielleicht gehen Sie einmal im Juni durch den Magdalenengarten, es lohnt sich die wunderschönen, nicht nur roten Rosen anzuschauen. Bei schönem Wetter ist der Sommer da und man kann die Seele baumeln lassen, den Duft genießen und sich freuen.

Und dann kann uns noch ein kurzer Text von Abraham Lincoln zu denken geben:
Die Menschen murren,
weil keine Rose ohne Dornen wächst
Warum danken sie eigentlich nicht dafür,
dass Gott auf dornigen Stängeln
so schöne Rosen wachsen lässt?

Regina Michalski

Vorwort

„Alle neuen Ideen durchlaufen drei Stadien: Zuerst werden sie abgetan als Unsinn, dann zurückgewiesen als gegen die Religion gerichtet und zum Schluss werden sie erkannt als die Wahrheit, mit der Klausel von den anfänglichen Gegnern, dass sie das schon immer gewusst haben.“

Karl Ernst von Baer, 1792-1876, estnischer Naturforscher, »Humboldt des Nordens«

Priesterweihe auch für Frauen?

Auf dem Synodalen Weg wollen unsere Bischöfe mit den Vertreterinnen und Vertretern der Laien auch sprechen über die Forderung von „Maria 2.0“, auch Frauen zu ordinieren – wie in anderen christlichen Kirchen. Die einen sehen darin den Bestand der Kirche in Gefahr, die anderen bangen um ihre Zukunftsfähigkeit.
Die Weihe von Frauen wurde in der Kirchengeschichte nie hinterfragt.
Als aber die Anglikanische Kirche die Frauenordination beschloss, erklärte Papst Paul VI. 1975: „Christus hat keine Frau unter die Zahl der Zwölf berufen.“ Johannes Paul II. bestärkte diese Lehre: Die Kirche kann das nicht ändern. Kardinal Josef Ratzinger nannte sie 1995 sogar „unfehlbar“, weil sie auf dem Wort Gottes und der konstanten Praxis der Kirche gründe. Theologen bestreiten aber die Unfehlbarkeit, weil sie nirgends sonst als solche benannt wurde.
Ich frage: Dürfte die Kirche überhaupt eine Änderung beschließen? Auf welcher Grundlage? Reicht es aus, dass Frauen heutzutage den Männern gleichgestellt sind? Gibt Gott uns Hinweise?
Die Offenbarung ist abgeschlossen mit der Feststellung, welche Schriften zur Bibel gehören (Kanon). Ich denke, Gott hört aber nicht auf, sich uns Menschen mitzuteilen. Ich meine nicht Privatoffenbarungen, wohl aber, dass er uns neue Erkenntnisse über seine Schöpfung finden lässt. Die Wissenschaften geben uns Einsichten in Zusammenhänge, die man früher nicht kannte und auch nicht hinterfragte.
Die Weitergabe menschlichen Lebens galt lange als ein besonderer Schöpfungsakt Gottes. Damit gab man sich zufrieden. In der Neuzeit begann man naturwissenschaftlich zu forschen. Viele überzeugte die Theorie, dass jeder Organismus vorgeformt (praeformiert) sei und sich (nur noch) entwickle. So würde der Same des Mannes bereits den neuen Menschen enthalten und müsse nur noch von der Frau ausgetragen werden.
1802 wurde im estnischen Dorpat (heute Tartu) die einzige deutschsprachige Universität Russlands gegründet. Dort wies Professor Karl Ernst von Baer 1828 nach, dass Eizelle und Spermium sich vereinen und so neues menschliches Leben entsteht. Diese wissenschaftliche Entdeckung wurde bald Allgemeinwissen. Heute wissen wir um DNA, Gene und Chromosomen …
Ich meine, dass seither „die Frau“ in einem anderen Licht gesehen wird. Die Gesellschaft hat ihr Zugang zu allen Lebensbereichen geöffnet: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport … Frauen stehen heute in vielen Ländern gleichberechtigt neben Männern. Tabuzonen empfinden sie als ungerechte und unerträgliche Zurücksetzung.
Das gilt auch in der Kirche. Vor sechzig Jahren gab es im Altarraum weder Frauen noch Mädchen. Seit dem II. Vatikanischen Konzil haben sie längst viele Aufgaben übernommen, nicht nur in der Liturgie, auch als Seelsorgerinnen, Theologie-Professorinnen, Gemeindeleiterinnen …
Das war früher kaum vorstellbar.
Auch beim Synodalen Weg weiß man, dass über die Weihe von Frauen nicht in Deutschland entschieden werden kann. Man blickt zu Papst Franziskus nach Rom. Wie jeder Papst hat er vor allem die Einheit und den Zusammenhalt der Kirche zu wahren. Er kann die Frauen-Ordination nicht einfach so entscheiden; er darf das Anliegen aber auch nicht einfach ignorieren. Die durchaus sehr verschiedene Lage der Kirche weltweit macht die Sache nicht einfacher.
Darum ist es wichtig, aufeinander zu hören und miteinander zu sprechen. Einsichten und Argumente müssen ausgetauscht werden, ohne der/dem anderen gleich die Rechtgläubigkeit oder die Liebe zur Kirche abzusprechen. Eine Entscheidung setzt wohl einen breiten Konsens voraus. Wie gut, dass uns Jesus den Beistand des Heiligen Geistes versprochen hat. Wir brauchen ihn. Lernen wir, ihn zu bitten und auf ihn zu hören:
Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe! Sende aus deinen Geist und du wirst das Gesicht der Erde erneuern! Warten wir auf ein neues Pfingsten!

Ihr Heinrich Günther, Geistlicher Beirat

Einladung zur Betriebsbesichtigung

am Montag, 22.06.2020 um 15.00 Uhr sind wir zur Besichtigung eingeladen bei:
ROMAN Meisterbetrieb, Marggrafstraße 19, 31137 Hildesheim
Naturstein (Granit, Marmor, Sand- und Kalkstein) und Betonstein

Die verschiedenen Steinarten können eingesetzt werden
für die Außengestaltung
Terrassen, Treppenanlagen, Mauern, Brunnen, Fassaden, Eingangsbereiche
für Naturstein im Haus
Bodenbeläge, Treppen, Bäder, Waschtische, Duschen, Küchenarbeitsplatte
für Grabmale
Grabsteine, Grabkissen, Einfassungen, Nachschriften, Bronzen, Standsicherheitsprüfung
für Schmuck aus Stein
Ketten, Ohrringe, Armbänder, Anhänger

Wir können uns aus erster Hand über die Eigenschaften, die professionelle Bearbeitung und Gestaltung und über die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Natursteine informieren.

Sie sind herzlich eingeladen.

Bitte melden Sie sich bis spätestens zum 17.06.2020 bei Vb Heinz Grande oder Vb Karl Klodwig an. Der Betrieb möchte im Voraus über die Teilnehmerzahl informiert werden. Danke!

Ansprechpartner: Vb Thomas Adamski