KKV-Aktuell, Ausgabe 2-2021

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Dieser hier aufgeschriebene Text ging mir im Dezember 2020 erstmals durch den Kopf. Es war Adventszeit, Zeit des Wartens auf Weihnachten. Das Januar-Heft hatten wir gerade fertiggestellt.
Das Warten geht weiter. Worauf warten wir nach Weihnachten?
Die Kinder warten möglicherweise auf Schnee. Unser zweijähriger Enkel erlebte einige wenige Stunden Schnee in der Großstadt und sein Weg zur Kita verlängerte sich von 10 Min. auf eine gute halbe Stunde. Die Faszination war groß.
Die Erwachsenen so wie ich warten nun schon seit einiger Zeit auf den Frühling. Erste Boten des Frühlings sind in unseren Gärten der Umgebung die Winterlinge, zu sehen auf dem Titelbild. Fachbücher geben als Blütezeit für die Winterlinge Ende Februar an.
Besonders in diesen Pandemie-Zeiten wünschen wir uns Licht, Luft und Sonne, das Trübe bleibt hinter uns und das Leben auch außerhalb der vier Wände wird wieder möglich. Und damit können wir uns demnächst – im März? im April? – wieder im Freien treffen ohne all die Winterklamotten und die dicken Stiefel, die Schals und Handschuhe.
Wenn die Sonne auf die Winterlinge scheint, strahlen sie besonders schön gelb.
Neben dem Warten auf den Frühling beginnt im Februar die Fastenzeit, das Vorbereiten und Warten auf Ostern.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer,
der erste Monat des neuen Jahres neigt sich dem Ende zu, wenn Sie diese Zeilen lesen.
Noch immer bestimmt die Pandemie unser Leben, der Karneval fällt in diesem Jahr aus und die Fastenzeit, die Vorbereitung auf Ostern, beginnt Mitte des Monats. Bei den Überlegungen für dieses Vorwort bin ich auf dieses Bild von einem Verkehrsschild gestoßen, das eine Autobahnabfahrt zeigt. Eine Spur führt geradeaus und sagt mir: „Mach’s wie immer“, eine Abzweigung nach rechts: „Mach’s mal anders“.

Mach’s wie immer?
z.B. auf Süßigkeiten oder auf andere Genussmittel verzichten
oder den Mut und die Fantasie aufbringen es „mal anders zu machen“?
z.B. den Kontakt mit Familie, Freunden, Nachbarn, Verbandsbrüdern und -schwestern insbesondere in diesen Zeiten pflegen.

Wir haben zum Glück ja viele technische Hilfsmittel wie Telefon, E-Mail, Facetime, etc., die den Kontakt auch in diesen Zeiten ermöglichen.
Vielleicht haben Sie ja selbst noch viel kreativere Ideen, die Fastenzeit „mal anders“ zu gestalten, mit der wir uns auf das wichtigste Fest im Kirchenjahr vorbereiten.
Überdenken wir die Beziehung zu unserem Nächsten, zu Gott und zu uns selbst und haben die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit auch wieder mehr direkte Nähe und Beisammensein erlaubt sein wird.
Kreuzschiff voraus
Renate Willenborg