KKV-Aktuell, Ausgabe 11-2021


Foto: Arno Burgi

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Laterne, Laterne
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
brenne auf mein Licht,
brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.
um 1875

Die Lampions wurden in China im 2. Jh. erfunden und dienten der Aufnahme einer künstlichen Lichtquelle. Von dort kommend setzten sie sich auch in Europa durch.
Das gedämpfte Licht und die meist phantasievollen Formen machen den Reiz von Lampions aus. Lampions werden gern bei Festlichkeiten außer Haus verwendet. An dunklen Sommerabenden können sie im Garten verwendet werden und für stimmungsvolles Licht sorgen.
Besonders beliebt sind sie während der dunklen Jahreszeit, wenn sie im Zusammenhang mit Umzügen als stimmungserzeugende Leuchtkörper durch die Gegend getragen werden. Hierfür wird auch die Bezeichnung „Laterne“ benutzt.
Die Kinderlaterne, die meist anlässlich des Laternelaufens am Martinstag (katholisch: 11.11. in Erinnerung an Martin, Bischof von Tours; evangelisch: 10.11. Geburtstag von Martin Luther) aus Karton und buntem, transparenten Papier hergestellt wird, wird mit einer Kerze oder einer batteriebetriebenen Glühlampe beleuchtet. Letztere Variante verhindert das Verbrennen der Laterne und dicke Tränen bei den Kindern.
Historisch handelt es sich dabei um eine Nachempfindung, wie sie der mittelalterliche Nachtwächter in den Städten als Hilfsmittel benutzt hat. Heute gibt es noch viele Arten von Laternen: Straßenlaternen, Windlicht-Laternen und vielerlei Deko-Laternen

Barbara Kreutzer

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer,

manche sprechen im November vom November-Blues. Was ist das? Die Tage werden kürzer, es wird dunkler, das Licht fehlt. Am 31.10.21 endet die Sommerzeit. In der dunklen Jahreszeit steigt der Melatonin-Spiegel und sein hormoneller Gegenspieler Serotonin sinkt. Dies löst bei einigen Menschen eine trübsinnige Stimmung, ein Seelentief aus.
Außerdem kommt häufig wenig erfreuliches Wetter hinzu, es ist kühl, nass und nebelig. Und dazu kommen einige Feiertage, die uns an unsere Vergänglichkeit erinnern: Allerheilgen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag – wir gedenken der Toten in diesem meist trüben Monat.

Christian Morgenstern beschreibt den November so:

Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

Wenn wir allerdings in den Kalender schauen, gibt es noch andere Feiertage im November, z.B. den Martinstag. Kinder ziehen mit Lampions durch die Straßen und erfreuen uns mit ihrem bunten Licht – was wäre das für ein Tag im Sommer.
Auch im KKV haben wir Festtage im November. In den Vor-Corona-Zeiten haben wir uns zu einer Wanderung aufgemacht und anschließend mit gutem Appetit Grünkohl genossen. Ebenso liegt das Stiftungsfest der KKV OG Hildesheim immer im November, in diesem Jahr am 14.11.21 in St. Altfrid und im Restaurant Artos. Es sind willkommene Unterbrechungen der dunklen Jahreszeit.
Einige unserer Verbandsschwestern und -brüder haben im November Geburtstag – herzlichen Glückwunsch und einen schönen Feiertag!
Persönlich hat sicher jede und jeder seinen Weg mit der Zeit umzugehen, sei es mit Tee und Buch oder Herbstspaziergängen, wenn das Wetter herbstlich und sonnig ist, oder beim monatlichen Stammtisch des KKV oder beim Kaffeeklatsch mit Freundinnen, mit einem schönen Blumenstrauß und vielem mehr.
In diesem Jahr beginnt übrigens am 28.11.21 der Advent, die Vorbereitung und das Warten auf Weihnachten, sodass man schnell auf andere Gedanken kommt.
Ich persönlich liebe es im Haus Lichterketten zu verteilen, die die Räume heller und freundlicher machen, vorzugsweise mit Stecker und Zeitschaltuhr. Und ich verteile sie auch schon mal vor dem ersten Advent.
Kommen Sie gut ohne November-Blues durch die dunkle Zeit.

Herzliche Grüße
Regina Michalski