KKV-Aktuell, Ausgabe 6-2022


Foto: Thomas Michalski

Zum Titelbild

Das Titelbild zeigt das Taufkapellenfenster der St. Altfrid-Kirche in Hildesheim.
Im Inventarverzeichnis der Kirche steht:
„1976/77 Paul Corazolla, Berlin (Entwurf)
Fa. Gustav Schulze und Jost, Berlin (Ausführung)
Bleiverglasung aus farbigem Echt-Antikglas in gebrannter Ausführung (Schmelzglas), eingesetzt in Stahlfenster.“
Diese eher technischen Daten sind etwas für Fachleute.
Aber was ist dargestellt? Es heißt im Kirchenbuch:
„In der Altarwand ist links eine Nische ausgeschieden, die als Taufkapelle ein eigenes Fenster hat. Es besteht aus drei unterschiedlich hohen Bahnen, man erkennt in Blau stilisiert die Taube des Heiligen Geistes und in Hellrot die Feuerzungen des Pfingstwunders.“
In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten taten sich Künstler mit der Darstellung des Heiligen Geistes schwer. Wie sollte man etwas malen, das von seinem Wesen her unsichtbar war? Schließlich fanden sie in der Taube ein passendes Symbol.
Die Taube – Sinnbild der Versöhnung mit Gott und ab dem 6. Jahrhundert nach Christus ein Zeichen für den Heiligen Geist.
Benedikt XIV. legte 1745 fest, dass der Heilige Geist ausschließlich als Taube dargestellt werden solle.
Besonders sehenswert ist in der St. Altfrid-Kirche das große Glasfenster an der Nordseite. Sicher haben Sie es gesehen, wenn wir in St. Altfrid Gottesdienst gefeiert haben. Beim nächsten Mal sehen Sie sich möglicherweise das Taufkapellenfenster an?

Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer!

Fast 2000 Jahre lang gibt es unsere Kirche schon. Den KKV gibt es auch schon seit 1877 also 145 Jahre
Vieles ist in dieser Zeit geschehen, es gab unzählige Hochs und Tiefs. Auch heute ist die katholische Kirche in einer Krise. Wenn wir genau hinschauen, entdecken wir mit Sicherheit mehrere Baustellen oder Krisenherde. Sicher ist dies auch bei dem KKV nicht anders.
Ein Blick in das Pfingstevangelium lässt zu, dass wir uns um die Zukunft der Kirche keine großen Sorgen machen müssen. Trifft dies auch für den KKV zu
Jesus tritt in die Versammlung der Jünger und bringt ihnen zwei Geschenke mit. Zum einen seinen Frieden und zum anderen den Heiligen Geist.
Heute Jüngerin oder Jünger zu sein, ist eine Herausforderung. Vielen Menschen fehlt die Zeit, sich auch noch um Religion zu kümmern. Kirche und das was sie zu bieten hat, scheint nicht relevant zu sein. Für diese Probleme kann ich keine Lösung anbieten, doch kann ich Zeit für den KKV investieren.
Als Christ habe ich die Aufgabe dem Heiligen Geist, der heute in mir und durch mich wirken möchte, zumindest nicht im Wege zu stehen. Dieser Geist begegnet uns überall dort, wo es gelingt neue Wege zu beschreiten, wo etwas in Bewegung kommt, wo echte Begegnung geschieht. Wenn ich mich vom Geist Gottes beleben und ermutigen lasse, kann Neues entstehen und Bewährtes weiterwirken.
Jeder Mensch ist von Gott beschenkt mit verschiedenen Gaben. Wenn wir in aller Verschiedenheit miteinander am Reich Gottes weiterbauen, ist auch ein Teil davon für den KKV hilfreich.
Unsere Welt, unsere Kirche und unser KKV braucht Menschen, die den Auftrag Jesu zur Vergebung wahrnehmen und die sich mutig für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Seien wir mutig, wagen wir es und lassen uns vom Geist Gottes leiten und inspirieren.

Herzliche Friedensgrüße und Kreuzschiff voraus
Peter Schüller
Vorsitzender KKV OG Hildesheim