KKV-Aktuell, Dezember 2025

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Eine Weihnachtsgurke als Titelbild?
Was soll das?

Vor einigen Jahren bekam ich einen Weihnachtsbaumanhänger in Form einer sauren Gurke geschenkt und fragte mich, was das sein solle. Dazu gehörte ein kleines Büchlein mit Erläuterungen. Von den beschriebenen Legenden und Geschichten gefiel mir die folgende am besten:

Im Glasbläserort Lauscha wurde und wird Christbaumschmuck aus Glas – bunt und glitzernd -hergestellt: Christbaumkugeln, Früchte und Gemüse, auch die Gurke, Lokomotiven, Zeppeline, Tannenzapfen usw.

Im Jahr 1880 war Frank W. Woolworth, der Kaufhausgründer, auf Einkaufstour in Deutschland. Er war begeistert und wurde Großimporteuer von Weihnachtsschmuck aus Lauscha. Um den Verkauf in seiner Heimat anzukurbeln, machte er den Brauch der Weihnachtsgurke publik und erklärte die Weihnachtsgurke (Christmas Pickle) zu einem urdeutschen Christbaumrequisit. Und so entstand die Tradition der Weihnachtsgurke.

Die Tradition

Eine Weihnachtskugel in Form einer sauren Gurke wird beim Schmücken mit im Baum versteckt. Wer die Gurke am Weihnachtstag als erstes findet, der darf sich über ein zusätzliches Geschenk freuen und hat besonders viel Glück im neuen Jahr, so zumindest der Glaube.

In Deutschland ist die Tradition weniger bekannt, erfreut sich aber einer wachsenden Popularität, was sie zu einem „retournierten“ Trend macht. 

Ich jedenfalls habe meine Weihnachtsgurke noch nicht in unseren Christbaum gehängt.

Aber es ist immer spannend, wo Traditionen und Bräuche herkommen. Wo kommt unser Brauch der roten Äpfel am Tannenbaum her?

Frohe Weihnachten
Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKV-Gemeinschaft!

Die Kirche feiert, was sie glaubt. Jetzt Weihnachten: Gott ist in Jesus Mensch geworden, einer von uns. Gott, wird ein Mensch? Wozu? Gott sieht, dass die Menschen sich zerstreiten und ihr Leben auf einen Abgrund zuläuft. Sie haben nicht die Kraft, das zu verhindern.

Gott kommt, um zu retten. Dafür setzt er sein Leben ein. Das klingt wie ein Märchen: wunderschön. Aber ist es wahr? Wer kann das begreifen? Das übersteigt unser Denkvermögen.

Viele trauen dem nicht. Sie schieben solche Gedanken beiseite.

Für sie gilt: „Wir haben ein paar Tage frei. Da machen wir es uns gemütlich.“ Gott scheint ihnen nicht zu fehlen, auch sonst nicht in ihrem Leben. Das ist anders als früher. Da hat man gestritten, ob es Gott gibt, oder wer er ist. Vielen ist das heute egal.

Ich lade Sie ein, den Geburtstag Jesu mit der Kirche zu feiern:

  • Die Worte der Bibel als Gottes Wort annehmen.  
  • Die Weihnachtsmesse mit einer Gemeinde feiern.
  • Einander Gutes sagen. Und Gutes tun.

Sich gegenseitig zum Fest zu beschenken ist schön, für manchen schon nicht einfach. Jesus sagt: Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Vielleicht geben Sie auch den wirklich Armen etwas.

Christen feiern das Fest so, dass man spürt: Ja, sie glauben, was sie feiern: mit Jesus ist Gott in diese Welt gekommen und hat sich für immer auf unsere Seite gestellt. Er sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Das ist der Grund unserer Hoffnung auf Zukunft und Leben. Wer mit Jesus lebt, wird getröstet und innerlich stark. Er durchschaut die Lügen und die bösen Pläne.

Das gibt uns eine Freude, unser Leben trägt. Wenn wir glauben, was wir feiern, dann haben wir auch die Kraft zu teilen und für Gerechtigkeit einzutreten, zu vergeben und Frieden stiften.

Gottes Segen und Freude zu Weihnachten und für das Jahr 2026!
Ihr Prälat Heinrich Günther