KKV-Aktuell, Ausgabe 1-2020


Foto: Lutz Engelhardt

Die Zeit vergeht …

Das Januar-Titelbild zeigt einen Teil des St. Andreas-Kirchturms mit der Uhr. Heute leben wir ununterbrochen mit der Uhr. Das war in früheren Zeiten anders. Die Turmuhr war häufig die einzige Uhr im Ort.
„Der Zweck einer Turmuhr liegt auf der Hand. Jahrhundertelang waren die Kirchtürme die höchsten Gebäude einer Stadt und natürlich erst recht in einem Dorf. Eine Uhr im Turm ist weit zu sehen, ihr Glockenschlag weit in der Umgebung zu hören. Deshalb muss eine solche Uhr aber nicht unbedingt in einem Kirchturm stehen, sie kann auch im Rathausturm diesen Zweck erfüllen. In vielen Städten gibt es daher auch seit etwa dem 15. Jahrhundert Rathäuser mit hohen Türmen und Uhren darin. Diese Uhren erfüllen ihren Zweck.
Eine Kirchturmuhr hat darüber hinaus auch einen Sinn: Sie zeigt an, dass auf Erden alles der Zeit unterliegt, dass alles vergänglich ist, dass die Zeit vergeht. Eines Tages schlägt jedem Menschen die letzte Stunde. Eine Kirchturmuhr ist also ein „Memento mori“, ein „Gedenke des Todes“. Wer einmal in einem Kirchturm gehört hat, wie die Zeit vergeht, und zugleich sieht, wie die Zeiger vorrücken und wie wieder ein Stückchen Zeit in die Ewigkeit hinübergegangen ist, dem geht der Sinn für ‚die Uhr im Kirchturm‘ auf.“ *)

Regina Michalski

*) Quelle: www.st-nicolai-bothfeld.de/gemeinde/kirche/uhr/geschichte

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer, liebe Leserinnen und Leser!

2020 – ein herausforderndes Jahr für den KKV?

Ein Jahreswechsel lädt immer ein zu Rückblick und Ausblick: Was haben wir erreicht?
Wie sehen wir unsere Situation?
Was nehmen wir uns vor? Was erwarten wir?
Beim KKV Hildesheim gab es in 2019 vielfältige Aktivitäten und Veranstaltungen! Über 50 gute Angebote für KKVer und Interessierte: Qualifizierte Informations- und Bildungsveranstaltungen, beeindruckende Gottesdienste und fröhliche Treffen. Damit können wir uns wirklich sehen lassen im Vergleich zu anderen KKV-Gemeinschaften in Deutschland, zu anderen – auch größeren – Verbänden oder auch zu Kirchengemeinden!
Dahinter stecken das Engagement und hunderte Arbeitsstunden eines sehr kleinen ehrenamtlichen Teams, nicht nur für Organisation und Vorbereitung der Veranstaltungen, sondern auch für
KKVAktuell als Verbindungsglied zu allen Mitgliedern und für die notwendige Vereinsverwaltung – von der Mitgliederverwaltung bis zur Kassenführung.
Trotzdem die selbstkritische Frage:
Was haben wir als KKV damit erreicht? Sind wir auf dem richtigen Weg? Es bringt nichts, sich mehr anzustrengen oder schneller zu laufen, wenn man die Orientierung verloren hat! Wir müssen nach vorne schauen, auch wenn das schwierig ist!
Eins unserer bewährten Plakate sagt über den KKV: „In der Kirche verwurzelt, offen für die Gesellschaft.“ Das bringt das Kernanliegen des KKV auf den Punkt.
Wir sind nicht mehr die katholische Selbsthilfegemeinschaft oder die katholische Standesorganisation, als die der KKV vor 133 Jahren gegründet wurde und viele Jahrzehnte erfolgreich gearbeitet hat.
Heute muss der KKV diejenigen ansprechen, vernetzen und unterstützen, die sich sowohl der Kirche und dem christlichen Glauben verbunden fühlen als auch Engagement und Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft zeigen. Dazu gehören für mich ausdrücklich auch die Rentner/Pensionäre, die zwar nicht mehr im aktiven Beruf stehen, aber einen ungeheuren Erfahrungsschatz einbringen, die aktuellen Entwicklungen aufmerksam und kritisch verfolgen und so wichtige Beiträge leisten! Erfahrungsgemäß sind viele davon eine besondere Stütze für den KKV.
Vielleicht ist die Zielgruppe des KKV ja inzwischen zu klein geworden? Das wäre schlimm. Weniger für den KKV – der wäre dann irgendwann einfach weg. Aber für die Kirche! Eine Brücke zwischen Kirche und Wirtschaftsleben oder zwischen Kirche und Politik/Gesellschaft funktioniert aus meiner Sicht nur durch sachkundige, engagierte christliche Laien! Und „Brücke“ bedeutet dabei eine Kommunikation in beide Richtungen. Eine päpstliche Enzyklika, ein Erzbischof, die Bischofskonferenz oder ein katholisches sozialwissenschaftliches Institut werden das nie allein schaffen, bestenfalls unterstützen. Das ist die Herausforderung des KKV – als Beitrag zur Erneuerung und Weiterentwicklung der Kirche? Die katholische Kirche in Deutschland ist derzeit intensiv mit sich selbst beschäftigt und versucht einen „Synodalen Weg“ zu gehen, der von Anfang an unter heftigem Beschuss konservativer Kreise steht. Wir hoffen und beten, dass man dabei in 2020 ein Stück vorankommt.
Was bedeutet das alles für den KKV? Wir werden die kritische, aber auch spannende Entwicklung in der katholischen Kirche konstruktiv verfolgen und wenn möglich unterstützen: Vom „Synodalen Weg“ bis zur Initiative „Maria 2.0“. Wir werden uns Rolle und Aufgabe des KKV immer wieder klar machen: Anfang Januar diskutieren wir dieses Thema intensiv im Vorstand. Wir werden die Planung unserer Aktivitäten 2020 daran ausrichten. Vielleicht ist weniger mehr?! Sicher müssen wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen! Vielleicht müssen wir neue Schwerpunkte setzen oder neue Veranstaltungsformate finden? Wir werden weiter daran arbeiten unsere Zielgruppe anzusprechen – bestehende und hoffentlich auch einige neue Mitglieder.
Dazu können wir jede Unterstützung und Mitarbeit gut gebrauchen!
Zu Kommentaren, kritische Anmerkungen, Verbesserungsvorschlägen, Artikel für KKVAktuell aus anderer Perspektive lade ich alle Leser ausdrücklich ein! Natürlich auch zu verlässlicher Mitarbeit im Veranstaltungsausschuss oder Vorstand, Ideen für Veranstaltungen, Kontakte zu anderen Institutionen oder zu neuen Mitgliedern, usw.
In diesem Sinne wünsche ich unserem KKV ein aktives und erfolgreiches Jahr 2020!

Thomas Michalski, Vorsitzender

Einladung zur

Jahreshauptversammlung 2020 der KKV OG Hildesheim
am Montag, 20. Januar 2020 um 18.30 Uhr im Landgasthof Zur Scharfen Ec

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Gedenken an unsere Verstorbenen
3. Bericht des 1. Vorsitzenden
4. weitere Berichte aus dem Vorstand
– Rückblick auf die KKV-Veranstaltungen 2019 / Ausblick 2020
– Bericht aus Diözesan- und Bundesverband
5. Bericht des Schatzmeisters, Bericht der Kassenprüfer,
Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstands
6. Teilneuwahl des Vorstands und der Kassenprüfer
des/der 1. Vorsitzenden (Amtszeit des derzeitigen Vorsitzenden endet)
des/der Schriftführers/in (Amtszeit endet)
des/der Schatzmeisters/in (Position ist seit vorletzter JHV vakant)
eines/er Beisitzer/Beisitzerin (die satzungsgemäß mögliche Anzahl von 5 Beisitzern ist bisher nicht ausgeschöpft)
Wahl des/der Kassenprüfers/in
7. Verschiedenes

Zu dieser Versammlung sind alle Mitglieder der KKV OG Hildesheim gemäß § 7 der Satzung des KKV Hildesheim vom 27.06.2017 sehr herzlich eingeladen. Anträge sind bis spätestens 14 Tage vorher beim Vorsitzenden schriftlich einzureichen.

Anschließend gegen 20 Uhr Hauptreferat:
Thema: Aktuelle polizeiliche Lagen im Bereich Hildesheim.
Referent: Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen

Thomas Michalski, Vorsitzender

Einladung zum Vortrag

am 10.02.2020 um 19.30 Uhr im Hotel Bürgermeisterkapelle, Rathausstr. 8

Frau Andrea Franke referiert zum Thema Die Arbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) – Hilfen für Frauen und Familien

Frau Franke gibt uns Einblicke in die Arbeit des SkF. Auf der Homepage des Vereins steht dazu:
Seit über 100 Jahren sind wir vom Sozialdienst katholischer Frauen e. V. speziell für Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen da.
Wir helfen, unterstützen und beraten professionell, kostenlos und sehr persönlich. Verschiedene, sorgfältig auf die Bedürfnisse der Frauen und Familien zugeschnittene Angebote unterstützen unsere Arbeit.
Wir bieten Raum für Spiritualität, Gespräche und Begegnungen und geben Hilfestellungen in Lebenskrisen. All das würden wir allein gar nicht schaffen. Deshalb freuen wir uns, dass wir immer von engagierten ehrenamtlichen Frauen unterstützt werden.
Den Sozialdienst katholischer Frauen e. V. gibt es bundesweit an 146 Orten. Er ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. Als katholischer Verein sind wir selbstverständlich für Frauen und Familien aller Konfessionen da.

 Ansprechpartnerin Vs Barbara Kreutzer

KKV-Aktuell, Ausgabe 12-2019

Fotos: Thomas Michalski

Zum Titelbild

Am 6. Dezember feiern wir das Fest des heiligen Nikolaus. Nun gibt es in Hildesheim neben der Kirche St. Nikolaus in Drispenstedt zu Ehren dieses Heiligen noch ein Nachfolgegebäude der Nicolai-Kapelle und daneben das frühere Nicolai-Hospital
Die Statue des Hl. Nikolaus, abgebildet auf dem Titelbild, befindet sich über dem Eingang des Gebäudes, Godehardsplatz 9, dem ehemaligen Nicolai-Hospital (1456 an diese Stelle verlegt), dass das Hospital des St-Godehard-Klosters der Benediktiner war. Später wurde es mit dem Fünf-Wunden-Hospital zusammengelegt und ab 1911 als Amt der Landesbauinspektion genutzt. Das Gebäude wurde beim Bombenangriff 1945 nicht zerstört und nach erfolgter Renovierung ist dort heute eine Schule für Heilberufe untergebracht.
Neben den Vereinigten Hospitälern findet sich die ehemalige Nicolai-Kapelle (Hinterer Brühl 13). Sie diente ab 1146 oder 1150 zunächst als Hospitalkirche, später war sie Pfarrkirche. Nach einer wechselvollen Geschichte (nach der Reformation wird sie protestantisch, nach Protesten kommt sie zum Godehardi-Kloster, nach der Säkularisation wird sie in Privatbesitz verkauft, am 22. März 1945 wurde sie ausgebrannt) wurde das Gebäude mit drei Wohnungen in den 60-iger Jahren wiederaufgebaut.

Regina Michalski

Advent: Navi neu programmieren!

Das Geburtsfest Jesu wird gefeiert, seit die ersten Konzile feststellten: Jesus, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren aus der Jungfrau Maria. Das Konzil von Ephesus (431) nennt Maria „Gottesgebärerin“. Papst Liberius setzte im Jahr 354 den Termin des Weihnachtsfestes auf den 25. Dezember fest. Die Wintersonnenwende bot sich als Datum an: Jesus nennt sich selbst „das Licht der Welt“. Was die Kirche glaubt, das will sie auch feiern.
Beim Autofahren schaut man vor Abfahrt in den Rückspiegel, dann aber nach vorn. Der Advent macht uns die Spannung unseres Glaubens bewusst zwischen „Schon“ und „Noch nicht“; er lenkt unseren Blick nach vorn zu dem, was auf uns „zukommt“, also unsere Zukunft.
Die Programmierung des Navi hilft mir bei Fahrten zu unbekannten Zielen. Bei den ersten Anweisungen der freundlichen Stimme lächle ich noch: hier kenne ich mich doch aus. Aber in der fremden Stadt bin ich froh, zum richtigen Ziel gelotst zu werden.
Habe ich meinen Advent-Navi schon richtig programmiert, also das eigentliche Ziel eingegeben? Wenn wir am Heiligen Abend hören: „Sie haben Ihr Ziel erreicht,“ dann hätten wir den Navi wohl nicht gebraucht. Der Advent will uns weiter bringen und neue Ziele erschließen. Lieder, Gebete und Bibelworte wollen uns die Augen öffnen für menschliche Not und in uns (neu) die Sehnsucht wecken zu dem, was der Glaube uns verspricht.
Ich denke z.B. an das Lied „Kündet allen in der Not“ von Friedrich Dürr GL 221:

1. Kündet allen in der Not. Fasst Mut und habt Vertrauen, bald wird kommen unser Gott; herrlich werden wir ihn schauen. Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
2. Gott naht sich mit neuer Huld, dass wir uns zu ihm bekehren. Er will lösen unsre Schuld, ewig soll der Friede währen.
3. Aus Gestein und Wüstensand werden frische Wasser fließen. Quellen tränken dürres Land, überreich die Saaten sprießen.
4. Blinde schaun zum Licht empor, Stumme werden Hymnen singen, Tauben öffnet sich das Ohr, wie ein Hirsch die Lahmen springen.
5. Gott wird wenden Not und Leid. Er wird die Getreuen trösten, und zum Mahl der Ewigkeit ziehen die vom Herrn Erlösten.

Unser Glaube sagt uns: Wir sind unterwegs zur Begegnung mit Jesus. Er wird wiederkommen und seine ewige Herrschaft antreten. So beten wir im Vaterunser: „Dein Reich komme!“ Wir Christen erneuern die Hoffnung auf unseren HERRN. Wir lernen, auf ihn zu hören – wie auf einen Navi. Selbst wenn wir „von der Strecke abgekommen“ waren, dieser „Navi“ weist uns den Weg zum Ziel, auch wenn die Stimme manchmal sagt: „Bitte wenden!“ Er wird uns nicht in die Irre führen. Je näher wir dem Ziel kommen, um so spannender wird es.
Beim Programmieren Ihres „Navi“ und bei seinen Ansagen: Gute Erfahrungen! Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen

Ihr Prälat Heino Günther.

Einladung.
Wir feiern Advent!

Alle KKVerinnen und KKVer sind zur diesjährigen Adventsfeier
am zweiten Adventssonntag, 08. Dezember 2019 um 16.00 Uhr in das Pfarrheim St. Mauritius, Bergstr. 58, herzlich eingeladen. Parkplätze stehen auf dem Gelände der Mauritiusschule, Bergstr. 60, zur Verfügung.
Als Traditionsveranstaltung ist der Ablauf in jedem Jahr ähnlich. In diesem Jahr singen wir mit Frau Katharina Hillebrandt Adventslieder zur Gitarre.
Bitte melden Sie sich umgehend bei Vb Heinz Grande oder Vb Karl Klodwig an, damit wir planen können.

Freuen Sie sich auf eine besinnliche Stunde im KKV!
Ansprechpartner: Vb Thomas Adamski

Einladung zur Krippenfahrt des KKV Diözesanverbandes am 11. Januar 2020

Unsere Krippenfahrt führt uns am Samstag, 11.01.2020 in den westfälischen Wallfahrtsort Werl und nach Liesborn. Liesborn ist ein Ort in der Gemeinde Wadersloh und liegt im Kreis Warendorf.
Mit Werl verbindet vor allem das Stift Hildesheim eine inzwischen über 300-jährige Wallfahrtstradition und die als Damenstift gegründete Abtei Liesborn geht im Gründungsjahr wie Hildesheim auf das Jahr 815 zurück. Wir werden diesmal drei Weihnachtskrippen besuchen:

Werl, Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung
Werl, Propsteikirche St. Walburga
und Liesborn, Abteikirche Ss. Cosmas und Damian

Wegen der etwas weiteren Entfernung ist diesmal eine Ganztagsfahrt vorgesehen. Wir starten um 08.00 Uhr ab Parkplatz am Café Del Sol, Frankenstraße 43a, Hildesheim. Die Rückkehr ist für etwa 21.00 Uhr geplant. Diakon Dr. Rolf Busemann, geistlicher Beirat des DV, wird uns begleiten und uns wiederum theologische Impulse zu den Krippen geben. Er nimmt diesmal die Heiligen Drei Könige besonders in den Blick. Eine herzliche Einladung gilt auch unseren Verbandsschwestern und -brüdern aus Braunschweig und Elze /Gronau.
Anmeldungen bitte möglichst umgehend an Vb Heinz Bertram, Tel. 05066 / 6005932 oder heinz@bertram-hamm.de
Der Preis für die Ganztagsfahrt beträgt 35,00 € p.P. und beinhaltet die Fahrt, das Mittagessen, das Abendessen und das Kaffeetrinken. Es wird im Bus eingesammelt!

Herzliche Einladung! – Bitte melden Sie sich an!
Heinz Bertram

Weihnachtsgruß

In der Heiligen Nacht tritt man gern einmal aus der Tür und steht allein unter dem Himmel, nur um zu spüren, wie still es ist, wie alles den Atem anhält, um auf das Wunder zu warten.
Karl Heinrich Waggerl

Gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen und Ihren Familien
der Vorstand der OG Hildesheim