KKV-Aktuell Februar 2026


Foto: Michael Tillmann

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Unser Titelbild ließ uns überlegen:
wo gibt es in Hildesheim eine schöne Aussicht?
Fünf Orte seien hier genannt:

Der Panoramaweg Hildesheim: Dies gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte über die Stadt. Bei gutem Wetter kann man sogar bis zum Brocken im Harz blicken. Der Weg bietet einen weiten Blick über die Hildesheimer Börde und ist Tag und Nacht zugänglich.

Der Aussichtspunkt Berghölzchen: Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt, einschließlich der berühmten Kirchtürme von St. Michaelis und dem Mariendom.

Der Turm der St.-Andreas-Kirche: Der Aufstieg auf den Turm (364 Stufen) bietet den besten Blick direkt über die Innenstadt und das Fachwerkviertel von Hildesheim.

Der Hildesheimer Aussichtsturm: Dieser Turm befindet sich im Hildesheimer Wald bei Diekholzen. Um den Turm zu besteigen, muss man den Schlüssel im nahen Restaurant holen.

Der gelbe Turm:  Dieser Turm steht auf dem Spitzhut (Galgenberg), ist 28 m hoch (134 Stufen) und beherbergt die Volkssternwarte, deren Kuppel er trägt. Zugänglich ist die Sternwarte über Mitglieder des Vereins: Hildesheimer Gesellschaft für Astronomie e.V.

Bei klarem Wetter kann man den Sternenhimmel über Hildesheim bewundern.

Regina Michalski

Ist die Rüstung ethisch?

 

Vorwort

Liebe Verbandsschwestern und -brüder,

ein zumindest in Deutschland friedliches Weihnachtsfest liegt hinter uns, ein Großteil des neuen Jahres  vor uns. Rund um uns geht es leider wenig versöhnlich zu, überall flammen kleinere und größere Kriege auf oder werden fortgesetzt.
Auf dem Börsenparkett erwartet man derweil ein weiteres Jahr mit steigenden Kursen. Wer klug angelegt hat, ist vorher schon bei Rheinmetall oder Thyssen-Krupp eingestiegen.

Gerade deutsche Rüstungskonzerne stehen  im Spannungsfeld zwischen nationaler Sicherheit und ethischen Bedenken. Einerseits liefern sie Systeme, die zur Landesverteidigung und zum Schutz von Menschenrechten beitragen – etwa Luftabwehr, Sensorik oder Cyber-Abwehr, die auch zivil genutzt werden können. Andererseits produzieren sie Waffen, die in Konflikten zum Einsatz kommen und damit Leid verursachen können.

Hinzu tritt, dass die USA derzeit ausschließlich an eigenen Interessen orientiert sind, wie deren neue Sicherheitsstrategie zeigt. Europa wird nur noch berücksichtigt, wenn es sich für die USA lohnt und vor allem,  Europa seine Sicherheit selbst garantieren kann.

Für Deutschland heißt das nach den NATO-Capability Targets, dass es schnell erhebliche Mengen an Material, Munition und Personal aufbauen muss.

Das gibt der Wehrindustrie eine ethische Legitimität, sie leistet einen Beitrag zu unserer Verteidigung. Viele Unternehmen betonen daher auch, dass ihre Produkte der Abschreckung und dem Schutz demokratischer Staaten dienen. Hinzu kommen in Deutschland strenge Exportkontrollen für Waffenexporte, die humanitäre und politische Kriterien berücksichtigen.

Übrigens hat der Zug der Wehrwirtschaft schon ungeahnte Fahrt aufgenommen. Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist von 80 Mitgliedsunternehmen auf über 440 gestiegen. Während die Automobilindustrie und der Maschinenbau schwächeln, bietet der Rüstungsbereich erkennbar Alternativen.

Lufthansa Technik wartet z. B. Aufklärungsflugzeuge von Luftwaffe und Marine, der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler ist eine Partnerschaft mit dem Drohnenhersteller Helsing eingegangen. Der Laserhersteller Trumpf, bisher in der Medizintechnik zu Hause, will nunmehr eine Laserluftabwehrwaffe entwickeln und der Outdoorbekleidungshersteller Schöffel TEC liefert alsbald ein Combat-Shirt für die Marine und eine Kampfhose für die ganze Truppe.

Natürlich bleibt es dabei, Waffen, die in Kriegen eingesetzt werden, verursachen Tod und Zerstörung – unabhängig davon, ob sie „defensiv“ oder „offensiv“ sind.

Verständlich, wenn man daran nicht mitverdienen möchte. Hier helfen übrigens sog. nachhaltige Fonds (mit Environmental, Social, Governance (ESG)-Ausschluss), die weiterhin angeboten werden und die vor allem Rüstungsaktien meiden.

Letztlich ist zu konstatieren, deutsche Rüstungskonzerne erfüllen eine wichtige sicherheitspolitische Funktion. Ohne sie wäre eine Verteidigung nicht denkbar. Man sollte und wird sie daher nicht mehr so einfach in die Schmuddelecke verweisen können. Entscheidend bleibt immer, wie die Menschen später Militärgerät und Waffen einsetzen, das macht den Unterschied!

Christian Berndt

KKV-Aktuell, Januar 2026


Foto: Christiane-Raabe

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Die Heiligen Drei Könige

sind Sterndeuter und werden im Matthäusevangelium (Mt 2,1-12) erwähnt.

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten sie erst später. Sie wurden im 8. Jahrhundert populär. 

Die Heiligen Drei Könige werden auch als die „Weisen aus dem Morgenland“ bezeichnet. Sie folgten einem Stern, den sie als Zeichen deuteten, dass ein neuer König geboren sei. Sie brachten Geschenke dar: Gold für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe als Symbol für das Menschsein. 

Der Feiertag am 6. Januar, auch Epiphanias (Erscheinung) genannt, ist ein christliches Fest, das das Erscheinen Gottes in der Welt feiert. Am Sonntag nach Epiphanias endet die weihnachtliche Festzeit.

Vom zahlreichen Brauchtum ist bei uns besonders der Haussegen bekannt: 20*C+M+B*26

Mit Kreide wird der Segen immer mit der Jahreszahl an die Haustür geschrieben, um das Haus für das neue Jahr zu segnen und das Böse fernzuhalten. Diese Buchstaben stehen für Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus). 

Inzwischen nehmen die Gruppen, die Sternsingen gehen, ab. In den Gemeinden kommen Kinder, Jugendliche und Organisatoren nur noch schwer zusammen. So gibt es Plätze in den Gemeinden, wo Sternsinger auftreten, den Segen spenden und Spenden für Kinder in Not sammeln.

Bei uns kann man den aufklebbaren Segen in der Kirche gegen eine Spende mitnehmen.

Regina Michalski

Vorwort

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer unseres KKV,

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und wir blicken auf ereignisreiche Monate zurück, die uns alle – ob in unseren Unternehmen, Familien oder im gesellschaftlichen Leben – vor vielfältige Aufgaben gestellt haben. Nun begrüßen wir das Jahr 2026 mit Hoffnung und Zuversicht.

Rückblick und Ausblick: Wandel und Beständigkeit

Wenn wir auf die Geschichte unseres Vereins blicken, sehen wir eine beeindruckende Entwicklung. Gegründet in einer Zeit, in der das Wort des Kaufmanns noch unumstößlich galt, hat der KKV über Generationen hinweg Werte wie Vertrauen, Verantwortung und christliche Ethik im Geschäftsleben hochgehalten. Unsere Altvorderen haben den Grundstein für das gelegt, was wir heute sind: eine starke Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die den christlichen Glauben als Richtschnur für ihr berufliches Handeln begreifen.

Die Welt um uns herum hat sich rasant gewandelt. Doch unser Kernauftrag bleibt bestehen. Der KKV hat sich immer wieder den neuen Gegebenheiten angepasst, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Dieser Spagat zwischen Tradition und Innovation ist unsere Stärke.

Die Zukunft gestalten: Eine Frage der Generationen

In diesem Kontext müssen wir auch eine Herausforderung ansprechen, die uns alle betrifft: Die Gewinnung jüngerer Mitglieder. Unsere Reihen lichten sich altersbedingt, und es fällt uns schwer, junge Berufstätige für unsere Anliegen zu begeistern. Dies ist keine Klage, sondern ein Aufruf zum Handeln.

Wir benötigen dringend den frischen Wind, die neuen Perspektiven und die Energie der nächsten Generation. Junge Kaufleute, Angestellte in Verwaltung und Führungskräfte in der Wirtschaft stehen heute vor anderen Fragen als frühere Generationen: Wie vereinbare ich Karriere und Familie? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung? Wie gehe ich mit der Digitalisierung um, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren?

Wir sind überzeugt, dass die Katholische Soziallehre auch auf diese Fragen Antworten bietet. Der KKV muss der Ort sein, an dem diese Antworten gemeinsam gesucht und gefunden werden. Wir laden daher Sie, liebe Mitglieder, herzlich ein, aktiv in Ihrem Umfeld für unseren Verein zu werben. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, Kollegen und Geschäftspartnern über die Wertegemeinschaft, die wir bilden.

Der KKV OG Hildesheim bietet auch 2026 wieder eine Plattform für den Austausch, für Vorträge zu aktuellen Themen und für die Stärkung unserer Gemeinschaft. Wir laden Sie herzlich ein, sich aktiv einzubringen, neue Impulse zu setzen und gemeinsam an einer menschenwürdigen Gestaltung von Wirtschaft und Verwaltung mitzuwirken.

Die Zukunft unseres Vereins liegt in unseren Händen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass der KKV OG Hildesheim auch in 10, 20 oder 50 Jahren noch ein lebendiger und relevanter Ort für Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist.

Möge das Jahr 2026 Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, persönliches Glück und Gottes Segen bringen. Mögen wir die Herausforderungen als Chancen begreifen, unseren Glauben im Alltag zu leben und als „ehrliche Kaufleute“ im Wandel unserer Zeit zu bestehen.

Mit den besten Neujahrswünschen und in christlicher Verbundenheit,

Peter Schüller
Vorsitzender KKV OG Hildesheim