
Zum Titelbild
Lithium (Li‑3)
Lithium wird immer wieder in der Presse erwähnt, es ist aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Wir brauchen Lithium in großen Mengen hauptsächlich für Batterien/Akkus (Lithium-Ionen-Batterien), für E‑Autos, E‑Bikes, Batteriespeicher im Zusammenhang mit Wärmepumpen und Photovoltaik, aber es wird auch für die vielen kleinen Batterien, Knopfzellen und Akkus im Smartphone, im Hörgerät, in elektrischen Kerzen, in Akku-Rasierern usw. benötigt.
Lithium ist das leichteste, silberweiße Alkalimetall (1. Hauptgruppe, 2. Periode im PSE). Es hat eine sehr geringe Dichte, hohe chemische Reaktivität, hohe Wärmekapazität und eine gute elektrische Leitfähigkeit.
Die Li-Förderung ist mit unseren sehr hohen Umweltstandards nur schwer vereinbar, daher wird es importiert, weil wir es trotzdem brauchen.
Die größten Vorkommen liegen im „Lithium-Dreieck“ (Bolivien, Argentinien, Chile) durch Verdunstung von Salzseen, sowie in Australien (Hartgestein). In Deutschland wird Lithium in geringen Mengen aus Thermalwasser gewonnen. Zurzeit importiert Deutschland nahezu 100 % Lithium aus Australien, Chile und China (häufig schon als Batterien/Akkus).
Die Nachfrage nach und daher auch die Preise für Lithium sind durch die Elektromobilität stark gestiegen, was die Bedeutung nachhaltigerer Gewinnungsmethoden als heute erhöht. Vielleicht könnte Deutschland da einen Beitrag leisten?
In Deutschland gibt es reiche Lagerstätten im Oberrheingraben (Thermalwasser), in der Altmark (Sachsen-Anhalt): Lithiumkarbonat in Tiefengewässern und im Erzgebirge, im sächsischen Zinnwald im Gestein.
Regina Michalski
Vorwort
Liebe Verbandsschwestern und ‑brüder,
Veränderung
Als ich nach langer Zeit wieder bewusst durch die Stadt ging, entdeckte ich wie sehr sich diese verändert. Ich entdeckte Plätze, Straßen, die plötzlich ansprechend waren, frisch renovierte oder gestrichene Häuser, liebevoll gepflegte Vorgärten, die das Herz höherschlagen ließen; verdeckte Kleinode, die leicht übersehen werden. Ich sah aber auch vernachlässigte Gebäude, dunkle Hauseingänge, die eine gedrückte Stimmung in mir erzeugten. Ich hörte eine Vielzahl von Sprachen und sah fast ausschließlich leger bekleidete Menschen, deren Kleidung keine Rückschlüsse auf Beruf oder gesellschaftlicher Stellung verriet.
Besonders berührt hat mich der Wandel bei den Geschäften. Dort wo vor Jahren die Schaufenster mit Waren des täglichen Bedarfs gefüllt waren und zum Kauf animierten, entdeckte ich Hinweise auf Dienstleistungen und Gesundheitsangeboten mit fantasiereichen Namen in einer unvorstellbaren Breite. Durch die (Schau)Fenster blickte ich oftmals in sehr ansprechende, ja, einladende Foyers.
Nur sie waren noch immer da: Die alte Frau, die sich mühsam mit zwei Gehhilfen fortbewegte; der Obdachlose mit dem Bündel seines Hab und Gutes; die Bettlerin mit der ausgestreckten Hand; die 4 trinkenden Männer, laut diskutierend an einer Hausecke; aber auch die stark übergewichtigen jungen Frauen und Männer, deren Zahl in den letzten Jahren scheinbar größer geworden ist.
Mir wurde bewusst, wie sehr sich unsere Gesellschaft verändert hat und sich weiter verändert. Nicht die Sorge um den täglichen Bedarf steht mehr im Mittelpunkt sondern das „Ich“ mein Körper, mein Aussehen, meine Ausstrahlung. Damit alles Perfekt ist, werden die Dienstleistungen vom Fitnesscenter, über Kopf-(Skalp Care) und Gesichtspflege (Facials) bis zur Maniküre und Pediküre aber auch Tätowierung und Piercing angeboten.
Die Bekleidung und der Schmuck sind nicht mehr die Ausdrucksform für eine gesellschaftliche oder berufliche Stellung. Ich habe den Eindruck, dass die eigene Ästhetik und damit das ICH wert-bildend ist.
Nur die Armen, Hilfsbedürftigen und Ausgegrenzten sind wie ein Fundament geblieben.
Ich stelle mir die Frage: Wo stehe ich in dieser Gesellschaft?
Der „Wonne-Monat“ Mai mit seinem frischen Grün, seiner bunten Blütenpracht, seinen wärmenden Sonnenstrahlen schafft in uns eine neue „Aufbruchstimmung“. Kann ich die für mich nutzen, und wofür? Soll ich mich (noch) ändern und in welche Richtung oder soll ich die so oft verklärte Vergangenheit in Bildern wieder aufleben lassen und ihr im Verharren nachtrauern? Nein!
Der Wonne-Monat und mein Stadtspaziergang zeigen mir den Weg. Ich gehe meinen Weg weiter und behalte meine Werte, zu denen ganz sicher mein Glaube zählt. Ich hinterfrage sie, aber ich stelle sie nicht infrage. Das lässt Veränderung zu, ohne das Fundament zu beschädigen. So wie der Mai im Jahresverlauf die Natur verändert und die Stadt nach und nach ihr Gesicht vorsichtig wandelt so werde auch ich mich verändern. Wenn ich meine Achtsamkeit gegenüber allen Mitmenschen schärfe, dann erhöhe ich ihre Aufmerksamkeit und bewirke ein kleines Stück Veränderung nicht zum ICH, sondern zur Gemeinschaft.
Liebe Verbandsschwestern und ‑brüder, sind wir bereit uns selbst in diesem Sinne zu verändern und unsere Gemeinschaft mit neuen Ideen weiterzuentwickeln?
In diesem Sinne wünsche ich allen ein persönliches „Aufblühen“ im Wonne-Monat Mai
Ihr Rudolf Kuperjans

