KKV-Aktuell Mai 2026

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Lithi­um (Li‑3)

Lithi­um wird immer wie­der in der Pres­se erwähnt, es ist aus unse­rem moder­nen Leben nicht mehr weg­zu­den­ken.  Wir brau­chen Lithi­um in gro­ßen Men­gen haupt­säch­lich für Batterien/Akkus (Lithi­um-Ionen-Bat­te­rien), für E‑Autos, E‑Bikes, Bat­te­rie­spei­cher im Zusam­men­hang mit Wär­me­pum­pen und Pho­to­vol­ta­ik, aber es wird auch für die vie­len klei­nen Bat­te­rien, Knopf­zel­len und Akkus im Smart­phone, im Hör­ge­rät, in elek­tri­schen Ker­zen, in Akku-Rasie­rern usw. benö­tigt.

Lithi­um ist das leich­tes­te, sil­ber­wei­ße Alka­li­me­tall (1. Haupt­grup­pe, 2. Peri­ode im PSE). Es hat eine sehr gerin­ge Dich­te, hohe che­mi­sche Reak­ti­vi­tät, hohe Wär­me­ka­pa­zi­tät und eine gute elek­tri­sche Leit­fä­hig­keit.

Die Li-För­de­rung ist mit unse­ren sehr hohen Umwelt­stan­dards nur schwer ver­ein­bar, daher wird es impor­tiert, weil wir es trotz­dem brau­chen.

Die größ­ten Vor­kom­men lie­gen im „Lithi­um-Drei­eck“ (Boli­vi­en, Argen­ti­ni­en, Chi­le) durch Ver­duns­tung von Salz­seen, sowie in Aus­tra­li­en (Hart­ge­stein). In Deutsch­land wird Lithi­um in gerin­gen Men­gen aus Ther­mal­was­ser gewon­nen. Zur­zeit impor­tiert Deutsch­land nahe­zu 100 % Lithi­um aus Aus­tra­li­en, Chi­le und Chi­na (häu­fig schon als Batterien/Akkus).

Die Nach­fra­ge nach und daher auch die Prei­se für Lithi­um sind durch die Elek­tro­mo­bi­li­tät stark gestie­gen, was die Bedeu­tung nach­hal­ti­ge­rer Gewin­nungs­me­tho­den als heu­te erhöht. Viel­leicht könn­te Deutsch­land da einen Bei­trag leis­ten?

In Deutsch­land gibt es rei­che Lager­stät­ten im Ober­rhein­gra­ben (Ther­mal­was­ser), in der Alt­mark (Sach­sen-Anhalt): Lithi­um­kar­bo­nat in Tie­fen­ge­wäs­sern und im Erz­ge­bir­ge, im säch­si­schen Zinn­wald im Gestein. 

Regi­na Mich­al­ski

Vorwort

Lie­be Ver­bands­schwes­tern und ‑brü­der,

Ver­än­de­rung

Als ich nach lan­ger Zeit wie­der bewusst durch die Stadt ging, ent­deck­te ich wie sehr sich die­se ver­än­dert. Ich ent­deck­te Plät­ze, Stra­ßen, die plötz­lich anspre­chend waren, frisch reno­vier­te oder gestri­che­ne Häu­ser, lie­be­voll gepfleg­te Vor­gär­ten, die das Herz höher­schla­gen lie­ßen; ver­deck­te Klein­ode, die leicht über­se­hen wer­den. Ich sah aber auch ver­nach­läs­sig­te Gebäu­de, dunk­le Haus­ein­gän­ge, die eine gedrück­te Stim­mung in mir erzeug­ten. Ich hör­te eine Viel­zahl von Spra­chen und sah fast aus­schließ­lich leger beklei­de­te Men­schen, deren Klei­dung kei­ne Rück­schlüs­se auf Beruf oder gesell­schaft­li­cher Stel­lung ver­riet.

Beson­ders berührt hat mich der Wan­del bei den Geschäf­ten. Dort wo vor Jah­ren die Schau­fens­ter mit Waren des täg­li­chen Bedarfs gefüllt waren und zum Kauf ani­mier­ten, ent­deck­te ich Hin­wei­se auf Dienst­leis­tun­gen und Gesund­heits­an­ge­bo­ten mit fan­ta­sie­rei­chen Namen in einer unvor­stell­ba­ren Brei­te. Durch die (Schau)Fenster blick­te ich oft­mals in sehr anspre­chen­de, ja, ein­la­den­de Foy­ers.

Nur sie waren noch immer da: Die alte Frau, die sich müh­sam mit zwei Geh­hil­fen fort­be­weg­te; der Obdach­lo­se mit dem Bün­del sei­nes Hab und Gutes; die Bett­le­rin mit der aus­ge­streck­ten Hand; die 4 trin­ken­den Män­ner, laut dis­ku­tie­rend an einer Haus­ecke; aber auch die stark über­ge­wich­ti­gen jun­gen Frau­en und Män­ner, deren Zahl in den letz­ten Jah­ren schein­bar grö­ßer gewor­den ist.

Mir wur­de bewusst, wie sehr sich unse­re Gesell­schaft ver­än­dert hat und sich wei­ter ver­än­dert. Nicht die Sor­ge um den täg­li­chen Bedarf steht mehr im Mit­tel­punkt son­dern das „Ich“ mein Kör­per, mein Aus­se­hen, mei­ne Aus­strah­lung. Damit alles Per­fekt ist, wer­den die Dienst­leis­tun­gen vom Fit­ness­cen­ter, über Kopf-(Skalp Care) und Gesichts­pfle­ge (Facials) bis zur Mani­kü­re und Pedi­kü­re aber auch Täto­wie­rung und Pier­cing ange­bo­ten.

Die Beklei­dung und der Schmuck sind nicht mehr die Aus­drucks­form für eine gesell­schaft­li­che oder beruf­li­che Stel­lung. Ich habe den Ein­druck, dass die eige­ne Ästhe­tik und damit das ICH wert-bil­dend ist.

Nur die Armen, Hilfs­be­dürf­ti­gen und Aus­ge­grenz­ten sind wie ein Fun­da­ment geblie­ben.

Ich stel­le mir die Fra­ge:  Wo ste­he ich in die­ser Gesell­schaft?

Der „Won­ne-Monat“ Mai mit sei­nem fri­schen Grün, sei­ner bun­ten Blü­ten­pracht, sei­nen wär­men­den Son­nen­strah­len schafft in uns eine neue „Auf­bruch­stim­mung“. Kann ich die für mich nut­zen, und wofür? Soll ich mich (noch) ändern und in wel­che Rich­tung oder soll ich die so oft ver­klär­te Ver­gan­gen­heit in Bil­dern wie­der auf­le­ben las­sen und ihr im Ver­har­ren nach­trau­ern? Nein!

Der Won­ne-Monat und mein Stadt­spa­zier­gang zei­gen mir den Weg. Ich gehe mei­nen Weg wei­ter und behal­te mei­ne Wer­te, zu denen ganz sicher mein Glau­be zählt. Ich hin­ter­fra­ge sie, aber ich stel­le sie nicht infra­ge. Das lässt Ver­än­de­rung zu, ohne das Fun­da­ment zu beschä­di­gen. So wie der Mai im Jah­res­ver­lauf die Natur ver­än­dert und die Stadt nach und nach ihr Gesicht vor­sich­tig wan­delt so wer­de auch ich mich ver­än­dern. Wenn ich mei­ne Acht­sam­keit gegen­über allen Mit­men­schen schär­fe, dann erhö­he ich ihre Auf­merk­sam­keit und bewir­ke ein klei­nes Stück Ver­än­de­rung nicht zum ICH, son­dern zur Gemein­schaft.

Lie­be Ver­bands­schwes­tern und ‑brü­der, sind wir bereit uns selbst in die­sem Sin­ne zu ver­än­dern und unse­re Gemein­schaft mit neu­en Ideen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln?

In die­sem Sin­ne wün­sche ich allen ein per­sön­li­ches „Auf­blü­hen“ im Won­ne-Monat Mai

Ihr Rudolf Kuper­jans