KKV-Aktuell, Januar 2026


Foto: Christiane-Raabe

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Die Heiligen Drei Könige

sind Sterndeuter und werden im Matthäusevangelium (Mt 2,1-12) erwähnt.

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten sie erst später. Sie wurden im 8. Jahrhundert populär. 

Die Heiligen Drei Könige werden auch als die „Weisen aus dem Morgenland“ bezeichnet. Sie folgten einem Stern, den sie als Zeichen deuteten, dass ein neuer König geboren sei. Sie brachten Geschenke dar: Gold für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe als Symbol für das Menschsein. 

Der Feiertag am 6. Januar, auch Epiphanias (Erscheinung) genannt, ist ein christliches Fest, das das Erscheinen Gottes in der Welt feiert. Am Sonntag nach Epiphanias endet die weihnachtliche Festzeit.

Vom zahlreichen Brauchtum ist bei uns besonders der Haussegen bekannt: 20*C+M+B*26

Mit Kreide wird der Segen immer mit der Jahreszahl an die Haustür geschrieben, um das Haus für das neue Jahr zu segnen und das Böse fernzuhalten. Diese Buchstaben stehen für Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus). 

Inzwischen nehmen die Gruppen, die Sternsingen gehen, ab. In den Gemeinden kommen Kinder, Jugendliche und Organisatoren nur noch schwer zusammen. So gibt es Plätze in den Gemeinden, wo Sternsinger auftreten, den Segen spenden und Spenden für Kinder in Not sammeln.

Bei uns kann man den aufklebbaren Segen in der Kirche gegen eine Spende mitnehmen.

Regina Michalski

Vorwort

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer unseres KKV,

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und wir blicken auf ereignisreiche Monate zurück, die uns alle – ob in unseren Unternehmen, Familien oder im gesellschaftlichen Leben – vor vielfältige Aufgaben gestellt haben. Nun begrüßen wir das Jahr 2026 mit Hoffnung und Zuversicht.

Rückblick und Ausblick: Wandel und Beständigkeit

Wenn wir auf die Geschichte unseres Vereins blicken, sehen wir eine beeindruckende Entwicklung. Gegründet in einer Zeit, in der das Wort des Kaufmanns noch unumstößlich galt, hat der KKV über Generationen hinweg Werte wie Vertrauen, Verantwortung und christliche Ethik im Geschäftsleben hochgehalten. Unsere Altvorderen haben den Grundstein für das gelegt, was wir heute sind: eine starke Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die den christlichen Glauben als Richtschnur für ihr berufliches Handeln begreifen.

Die Welt um uns herum hat sich rasant gewandelt. Doch unser Kernauftrag bleibt bestehen. Der KKV hat sich immer wieder den neuen Gegebenheiten angepasst, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Dieser Spagat zwischen Tradition und Innovation ist unsere Stärke.

Die Zukunft gestalten: Eine Frage der Generationen

In diesem Kontext müssen wir auch eine Herausforderung ansprechen, die uns alle betrifft: Die Gewinnung jüngerer Mitglieder. Unsere Reihen lichten sich altersbedingt, und es fällt uns schwer, junge Berufstätige für unsere Anliegen zu begeistern. Dies ist keine Klage, sondern ein Aufruf zum Handeln.

Wir benötigen dringend den frischen Wind, die neuen Perspektiven und die Energie der nächsten Generation. Junge Kaufleute, Angestellte in Verwaltung und Führungskräfte in der Wirtschaft stehen heute vor anderen Fragen als frühere Generationen: Wie vereinbare ich Karriere und Familie? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung? Wie gehe ich mit der Digitalisierung um, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren?

Wir sind überzeugt, dass die Katholische Soziallehre auch auf diese Fragen Antworten bietet. Der KKV muss der Ort sein, an dem diese Antworten gemeinsam gesucht und gefunden werden. Wir laden daher Sie, liebe Mitglieder, herzlich ein, aktiv in Ihrem Umfeld für unseren Verein zu werben. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, Kollegen und Geschäftspartnern über die Wertegemeinschaft, die wir bilden.

Der KKV OG Hildesheim bietet auch 2026 wieder eine Plattform für den Austausch, für Vorträge zu aktuellen Themen und für die Stärkung unserer Gemeinschaft. Wir laden Sie herzlich ein, sich aktiv einzubringen, neue Impulse zu setzen und gemeinsam an einer menschenwürdigen Gestaltung von Wirtschaft und Verwaltung mitzuwirken.

Die Zukunft unseres Vereins liegt in unseren Händen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass der KKV OG Hildesheim auch in 10, 20 oder 50 Jahren noch ein lebendiger und relevanter Ort für Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist.

Möge das Jahr 2026 Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, persönliches Glück und Gottes Segen bringen. Mögen wir die Herausforderungen als Chancen begreifen, unseren Glauben im Alltag zu leben und als „ehrliche Kaufleute“ im Wandel unserer Zeit zu bestehen.

Mit den besten Neujahrswünschen und in christlicher Verbundenheit,

Peter Schüller
Vorsitzender KKV OG Hildesheim

KKV-Aktuell, Dezember 2025

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Eine Weihnachtsgurke als Titelbild?
Was soll das?

Vor einigen Jahren bekam ich einen Weihnachtsbaumanhänger in Form einer sauren Gurke geschenkt und fragte mich, was das sein solle. Dazu gehörte ein kleines Büchlein mit Erläuterungen. Von den beschriebenen Legenden und Geschichten gefiel mir die folgende am besten:

Im Glasbläserort Lauscha wurde und wird Christbaumschmuck aus Glas – bunt und glitzernd -hergestellt: Christbaumkugeln, Früchte und Gemüse, auch die Gurke, Lokomotiven, Zeppeline, Tannenzapfen usw.

Im Jahr 1880 war Frank W. Woolworth, der Kaufhausgründer, auf Einkaufstour in Deutschland. Er war begeistert und wurde Großimporteuer von Weihnachtsschmuck aus Lauscha. Um den Verkauf in seiner Heimat anzukurbeln, machte er den Brauch der Weihnachtsgurke publik und erklärte die Weihnachtsgurke (Christmas Pickle) zu einem urdeutschen Christbaumrequisit. Und so entstand die Tradition der Weihnachtsgurke.

Die Tradition

Eine Weihnachtskugel in Form einer sauren Gurke wird beim Schmücken mit im Baum versteckt. Wer die Gurke am Weihnachtstag als erstes findet, der darf sich über ein zusätzliches Geschenk freuen und hat besonders viel Glück im neuen Jahr, so zumindest der Glaube.

In Deutschland ist die Tradition weniger bekannt, erfreut sich aber einer wachsenden Popularität, was sie zu einem „retournierten“ Trend macht. 

Ich jedenfalls habe meine Weihnachtsgurke noch nicht in unseren Christbaum gehängt.

Aber es ist immer spannend, wo Traditionen und Bräuche herkommen. Wo kommt unser Brauch der roten Äpfel am Tannenbaum her?

Frohe Weihnachten
Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKV-Gemeinschaft!

Die Kirche feiert, was sie glaubt. Jetzt Weihnachten: Gott ist in Jesus Mensch geworden, einer von uns. Gott, wird ein Mensch? Wozu? Gott sieht, dass die Menschen sich zerstreiten und ihr Leben auf einen Abgrund zuläuft. Sie haben nicht die Kraft, das zu verhindern.

Gott kommt, um zu retten. Dafür setzt er sein Leben ein. Das klingt wie ein Märchen: wunderschön. Aber ist es wahr? Wer kann das begreifen? Das übersteigt unser Denkvermögen.

Viele trauen dem nicht. Sie schieben solche Gedanken beiseite.

Für sie gilt: „Wir haben ein paar Tage frei. Da machen wir es uns gemütlich.“ Gott scheint ihnen nicht zu fehlen, auch sonst nicht in ihrem Leben. Das ist anders als früher. Da hat man gestritten, ob es Gott gibt, oder wer er ist. Vielen ist das heute egal.

Ich lade Sie ein, den Geburtstag Jesu mit der Kirche zu feiern:

  • Die Worte der Bibel als Gottes Wort annehmen.  
  • Die Weihnachtsmesse mit einer Gemeinde feiern.
  • Einander Gutes sagen. Und Gutes tun.

Sich gegenseitig zum Fest zu beschenken ist schön, für manchen schon nicht einfach. Jesus sagt: Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Vielleicht geben Sie auch den wirklich Armen etwas.

Christen feiern das Fest so, dass man spürt: Ja, sie glauben, was sie feiern: mit Jesus ist Gott in diese Welt gekommen und hat sich für immer auf unsere Seite gestellt. Er sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Das ist der Grund unserer Hoffnung auf Zukunft und Leben. Wer mit Jesus lebt, wird getröstet und innerlich stark. Er durchschaut die Lügen und die bösen Pläne.

Das gibt uns eine Freude, unser Leben trägt. Wenn wir glauben, was wir feiern, dann haben wir auch die Kraft zu teilen und für Gerechtigkeit einzutreten, zu vergeben und Frieden stiften.

Gottes Segen und Freude zu Weihnachten und für das Jahr 2026!
Ihr Prälat Heinrich Günther