KKV-Aktuell, Ausgabe 10-2020


Foto: Thomas Michalski

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Am Sonntag, 04.10.2020 feiern wir Erntedank.
Das Titelfoto zeigt ein Weizenfeld Ende Juli, als der Weizen auf den Feldern rund um Hildesheim reif war und geerntet werden konnte. Der Ertrag beim Weizen reicht in Niedersachsen in diesem Jahr von 6 bis 12 Tonnen pro Hektar, sein Proteingehalt ist in diesem Jahr eher unterdurchschnittlich.
Weizen ist die weltweit am dritthäufigsten angebaute Getreideart – nach Mais und Reis. Wir essen also eine Menge Lebensmittel, die Weizen enthalten. Inzwischen besinnen sich einige Menschen auf andere frühere Getreidesorten wie Dinkel und Emmer – beide sind mit dem Weizen verwandt.
Auch in diesem Jahr hatten wir einen heißen Sommer und u.a. eine geringere Weizenernte als im Durchschnitt der letzten Jahre. Wir merken es nicht, weil andere EU-Länder mit Lieferungen einspringen. Wir können dankbar sein, dass wir keinen Mangel im Bereich von Nahrungsmitteln kennen und können sagen: Danke für die gute Ernte. Heutzutage danken wir aber nicht nur für eine gute Ernte der Landwirtschaft, sondern für alle Dinge, die hergestellt oder geleistet werden und uns zum Leben dienen. 

Um die Jahrhundertwende 18./19. Jh. dichtete Goethe:
Und blüht der Weizen, so reift er auch,
das ist immer so ein alter Brauch.
Und schlägt der Hagel die Ernte nieder,
übers andere Jahr trägt der Boden wieder.

Regina Michalski

Vorwort

Liebe KKVerinnen und KKVer!

Zuversicht

Laut Duden ist die Definition von Zuversicht „festes Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft, auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen“. Im Unterschied zum Optimisten sieht der Zuversichtliche aber auch die Schwierigkeiten, er blendet sie nicht aus. Und somit erlaubt die Zuversicht auch mit Schicksalsschlägen umzugehen. Ein gutes Beispiel dafür ist Stephen Hawking. Trotz der fürchterlichen Prognose von ALS bereits in jungen Jahren, die auch genauso schlimm eingetreten ist, wie die Ärzte es prophezeit hatten, ist er nicht verzweifelt, sondern hat die Energie zum Weitermachen gefunden und alle Prognosen überlebt.
Es geht nicht um: Alles wird gut! Auch wenn die Dinge nicht gut ausgehen, lassen sich Spielräume finden. Das ist der Kern der Zuversicht.
Schon seit längerer Zeit haben Umfragen in Deutschland ergeben, dass die Menschen immer sorgenvoller in die Zukunft schauen, obwohl unser Land objektiv betrachtet eines der wohlhabendsten und sichersten Länder der Welt ist. Warum spiegelt sich das im Lebensgefühl nicht wider? Stimmungen sind nicht nur vom aktuellen Zustand abhängig, sondern besonders von der wahrgenommenen Veränderung. Die größten Veränderungen in Deutschland gab es in der Nachkriegszeit, als der Wiederaufbau zügig voran ging. Damals herrschte eine große Zuversicht. Seitdem sind die wahrgenommenen Veränderungen kleiner geworden und heute haben viele nicht mehr das Gefühl, dass es aufwärts geht, sondern dass das erreichte Wohlstandsplateau nur mit Mühe gehalten werden kann. Damit einher gehen Verlustängste. Und unser Gehirn behandelt Negatives vordringlich, auf mögliche Gefahren reagieren wir automatisch stärker als auf Erfreuliches.
Woher aber nun nehmen wir Zuversicht? Zuversicht kommt beispielsweise aus der Überzeugung, dass das, was man tut, einen Wert hat. Nehmen wir Nelson Mandela. Er saß für seinen Kampf gegen die Apartheid 27 Jahre im Gefängnis. Viele Jahre konnte er nicht damit rechnen, jemals wieder freizukommen. Dennoch hatte er die ungebrochene Überzeugung, dass das, wofür er einstand, eine sinnvolle Sache ist. Und dass sich dieser Einsatz auch dann lohnt, wenn er womöglich für immer im Gefängnis bleibt. Vaclav Havel hat es einmal so ausgedrückt: „Es geht nicht um die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern um die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“ Das ist das Geheimnis der Zuversicht.
Um Zuversicht zu entwickeln hilft außerdem Resonanz, das Gefühl der Verbindung zu einem größeren Ganzen, die Erfahrung: Ich bin nicht isoliert, ich habe eine Beziehung zur Welt. Das kann man in vielen Dingen erfahren: in der Musik, der Kunst, in der Natur, vor allem aber auch in der Religion. Außerdem hilft körperliche Bewegung, Kontakt zu anderen Menschen oder bei Schwierigkeiten auch das Lesen von Büchern, in denen Menschen mit ähnlichen Problemen gerungen haben. Solche Geschichten weiten den Blick. Darüber hinaus sollte man darauf achten, nicht zu viele negative Nachrichten zu konsumieren. Ebenfalls hilfreich: betreiben Sie keine Nabelschau, fragen Sie sich also nicht ständig selbst: Wie geht es mir heute? Besser oder schlechter als gestern? Wenn wir uns wie unter einem Brennglas betrachten, werden die eigenen Nöte und Sorgen immer größer. Besser ist die Frage: Was kann ich, trotz meiner momentan schwierigen Lage, für andere tun? Das hilft nicht nur anderen, sondern auch einem selbst. Es sorgt für positive Gefühle und stärkt die Zuversicht.
Gerade in der immer noch andauernden Corona-Zeit ist es wichtig, Zuversicht zu entwickeln und aufrecht zu erhalten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Zuversichtliche gesünder sind und länger leben. Bleiben Sie also zuversichtlich, dass wir gemeinsam auch diese Zeit überstehen werden und uns bald wieder in gewohnter Weise treffen und austauschen können. Erste Schritte sind ja bereits getan.
Herzliche Grüße und Kreuzschiff voraus

Barbara Kreutzer

Wir gratulieren

Im August 2020 wurde unserem Vb Bernhard Brinkmann im Schellerter Rathaus das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er bekam es für seinen vielfältigen Einsatz für die Menschen nach seiner Devise: Der Starke muss dem Schwächeren helfen. Herr Brinkmann war Mitglied des Deutschen Bundestages und bekleidet eine große Anzahl von Ehrenämtern (vgl. HAZ vom 19.08.2020), im KKV ist er seit August 2005 Mitglied unserer Ortsgemeinschaft. Einige Mitglieder haben ihn bei seinen authentischen Vorträgen beim KKV erlebt.
Wir gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser Auszeichnung und wünschen ihm Gottes Segen und viel Erfolg für seine weitere Tätigkeit.

Einladung zum kleinen Oktoberfest

am 28.10.2020 um 17.00 Uhr

Liebe KKVinnen, liebe KKVer,
für den Oktober haben wir eine Besichtigung der Hildesheimer Braumanufaktur im alten Wasserwerk in Hildesheim, Goslarsche Landstr. 15, gebucht. In einem schönen, rustikalen und sehr geschichtsträchtigen Ambiente (das alte Hildesheimer Wasserwerk) werden uns die Braumeister das Brauen von Bier erläutern und uns die verschiedenen Sorten in dieser edlen und einzigartigen Brauerei in Hildesheim vorstellen. Natürlich werden wir den Gerstensaft auch kosten dürfen und später auch käuflich erwerben. Das Bier kann man auch im Vorfeld in einigen ausgewählten Geschäften in Hildesheim schon testen.
Dieses kleine Oktoberfest soll am 28.10.2020 stattfinden. Wir beginnen um 17.00 Uhr.
Weitere Infos unter https://www.hildesheimer-braumanufaktur.de
Preis ca. 20 Euro
Anmeldung bitte bei Vb Georg Hertle unter Ihr@zahnkunstlabor.de,
Kennwort: KKV

Anfahrt:
Man erreicht die Brauereimanufaktur gut aus der Stadt mit dem Fahrrad.
Für alle mit weiteren Wegen und schwereren Lasten: Mit dem Auto vom Berliner Kreisel kommend fährt man an der dritten Ampel scharf rechts (dort, wo die Senator-Braun-Allee rechts abknickt und zur Goslarschen Landstraße wird). Von der Goslarschen Landstraße kommend biegt man in der großen Linkskurve (dort, wo die Goslarsche Landstraße zur Senator-Braun-Allee wird) links ab. „Unsere“ kleine Goslarsche Landstraße ist parallel zur großen Goslarschen Landstraße und durch einen Grünstreifen getrennt.

Mit dem Bus:
Linie 3, Haltstelle Klinikum, anschließend ca. 400 m zu Fuß in westliche Richtung
Linien 1 + 4, Haltestelle Immengarten, anschließend ca. 1200 m zu Fuß in östliche Richtung.
Wir freuen uns auf Sie/Euch

Georg Hertle

KKV-Aktuell, Ausgabe 9-2020


Foto: Thomas Michalski

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Das Titelbild zeigt uns in diesem Monat die Abendmahlsgruppe über dem Altar in St. Andreas. Die Rundplastik mit 12 lebensgroßen Figuren aus Bronze von 1965 stammt vom Bildhauer Ulrich Henn (1925-2014).
Die Plastik erinnert an das Geschehen beim letzten Abendmahl, das Jesu mit seinen Jüngern feierte. Es fällt auf, dass Jesus nur mit elf Aposteln das letzte Abendmahl vor seinem Tode feiert, der 12. Platz ist leer. Anhand des biblischen Textes wird dazu erläutert, Judas, der Verräter, hätte bereits seinen Platz verlassen. Der jetzt leere Stuhl würde den heutigen Gottesdienstbesucher dazu einladen, an den Tisch des Herrn heranzutreten und am Abendmahl teilzunehmen. Der Platz ist als leeres Rechteck im Vordergrund zu sehen.
Jeden Sonntag sind wir zum Tisch des Herrn geladen. Immer ist für uns ein Platz frei. Wissen wir die Einladung zu schätzen? Die Feier der Eucharistie war im Frühjahr einige Wochen lang nicht möglich. Der unfreiwillige Verzicht hat sie noch einmal wertvoller gemacht?
So mussten auch die diesjährigen Kommunionkinder auf ihre Feier im Mai verzichten. Viele dieser Erstkommunionfeiern werden im September nachgeholt – mit allen Besonderheiten, die diese Zeiten mit sich bringen.

Regina Michalski

„Sentire cum Ecclesia“ heute?

Liebe KKV er,- innen,

wie steht es um unser persönliches Denken und Fühlen mit und in der Kirche, um unser Sein mit der Kirche, angesichts ihrer heutigen Situation: Ihres massiven Verlustes an Relevanz und Glaubwürdigkeit, einer damit verbundenen Marginalisierung des Christentums und einer abnehmenden Zahl von Gläubigen, dem Reformstau, ihres Umganges mit Macht, ihres institutionellen Mangels in der Zusammenarbeit mit den Laien als Multiplikatoren der Evangelisierung, mit den Spannungen beim synodalen Prozess, ihres Versagens und ihrer Schuld beim Thema Missbrauch?
Kann man noch mit einer „sündigen“ Kirche fühlen, die auf jeden Fall den „Schein“ einer „heiligen“ Kirche wahren wollte unter grober Missachtung der Leiden der Opfer?
Die Kirchen leeren sich dramatisch, jüngere Generationen fallen praktisch aus
Ist Gott noch in unserer Mitte?
Diese Frage beschäftigte schon – nach der Zerstörung des Tempels und Jerusalems – das ins babylonische Exil verschleppte jüdische Establishment vor zweieinhalbtausend Jahren und sie stellt sich heute erneut.
Dem von Ignatius um 1535 verfassten Topos „sentire cum ecclesia“ lag zeitgebunden ein Kirchenbild zugrunde, das uns heute fremd erscheint, sich aber durch das II. Vatikanische Konzil tiefgreifend gewandelt hat, in dem Kirche grundlegend als „Sakrament“ des Heils (Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit s.LG1) verstanden wird.
Ignatius wollte eine positive Haltung zur Praxis des kirchlichen Lebens, der kirchlichen Lehre und zu den kirchlichen Vorgesetzten bewirken als Kriterium der Erkenntnis des Willens Gottes.
Es setzt das Vertrauen voraus, dass derselbe Geist in der Kirche und in den einzelnen wirkt; es äußert sich im Gehorsam ebenso wie in konstruktiver Kritik, in Dankbarkeit wie im Leiden in der Kirche an ihren Defiziten und insbesondere an ihrem Gespaltensein. (s. LThK, Bd. 9, 3. Aufl.
Das II. Vatikanum lenkt den Blick neu auf die dauernde Reformbedürftigkeit der Kirche, die als Communio, als Gemeinschaft des Volkes Gottes im Glauben, auch ihre sündigen Mitglieder umfasst, die das Erscheinungsbild von Kirche mitprägen.
„Während aber Christus heilig, schuldlos, unbefleckt war und die Sünde nicht kannte, sondern allein die Sünden des Volkes zu sühnen gekommen ist, umfasst die Kirche Sünder in ihrem eigenen Schoße
Sie ist zugleich heilig und stets der Reinigung bedürftig, sie geht immerfort den Weg der Buße und Erneuerung.“ (LG8)
Kirche und Glaube sind niemals perfekt, sondern immer nur vorläufig, ebenso das menschliche oder religiöse Leben
Eingedenk unserer eigenen menschlichen Schwachheit sollten wir uns bei aller berechtigten Kritik an der konkreten Kirche und am Verhalten mancher Amtsträger eines Generalverdachtes oder zynisch verletzender Aussagen enthalten. Die Kirche befindet sich in einer Krisensituation und sie weiß darum.

Unser Bischof beschreibt klar die Phänomene: Zitat:
„Vertrauensverlust, Legitimationsverlust, Wirklichkeitsferne, Missbrauchsskandal.
Europa verändert sich in Glaubensfragen so dramatisch, wie vielleicht seit 1000 Jahren nicht mehr. Wir müssen den Menschen erklären, warum es sich lohnt, sich noch mit der Bibel, mit Jesus zu beschäftigen. Was hilft uns heute das Jenseits? Wenn wir solche Fragen nicht zulassen, lohnt alle Reform nicht.
Die spirituelle Revolution, die wir brauchen, ist diese: Wir müssen zu Suchenden werden. Erst wenn wir uns eingestehen, wie radikal sich die Welt verändert hat, werden wir eine radikale Veränderung unserer Kirche wagen. Nach dem gnädigen Gott zu suchen ist unsere bleibende Aufgabe als Christen.“

Wünschen wir unserer Kirche, dass sie gerechten Frieden sucht, dass sie die Zeichen der Zeit erkennt, zu Änderungen bereit ist und sprachfähiger wird, besonders gegenüber der jungen Generation, im geduldigen Vertrauen darauf, dass Gott sich in Jesus der Welt und der Kirche nicht entzogen hat.

Herzlich, Ihr Heiner Flohr

Die Familie: Wichtiger Ort des Lernens – in beide Richtungen!

Die katholische Soziallehre nennt die Familie „die erste natürliche Gesellschaft und stellt sie ins Zentrum des sozialen Lebens“. Das Kompendium der katholischen Soziallehre formuliert: „In der Erziehung formt die Familie den Menschen und führt ihn in all seinen Dimensionen, einschließlich der sozialen, zur Fülle seiner Würde.“
Sicher eine richtige Aussage, aber nur ein Teil der Wahrheit! Kinder werden durch ihre familiäre Umgebung entscheidend geprägt und lernen ungeheuer viel: Vertrauen, Geborgenheit, erste Schritte und erste Worte, soziales Verhalten, sich streiten und sich vertragen, Selbstvertrauen, Werte und Grundlagen des Glaubens – und unendlich viele weitere Dinge. Ein besonderer Ort des Lernens ist die Familie aber auch in der anderen Richtung: Als Eltern oder als Großeltern lernen wir auch viel von den Kindern – manchmal werden wir sogar von unseren Kindern erzogen! Und das ist gut so!
Dass Kinder und Jugendliche oft viel virtuoser mit dem Handy umgehen, hat jeder schon erlebt. Aber das Lernen von den Kindern hat eine viel weitere Dimension: Schon bei einem Kleinkind können wir erleben, was elementare Lebensfreude ist – das haben wir als Erwachsene vielfach schon verlernt. Kinder eröffnen uns ganz neue Perspektiven: Manchmal im wörtlichen Sinne, wenn man gemeinsam mit einem Kleinen eine Ameise oder einen Käfer beobachtet, die man sonst übersehen hätte. Oder wenn man durch unermüdliches Warum-Fragen der Kinder plötzlich selbst ins Nachdenken kommt.
Insbesondere aber machen die Kinder die zeitlichen Perspektiven der gesellschaftlichen Entwicklungen deutlich. Jedes Kind ist so etwas wie ein neuer Anfang mit neuen Chancen und Herausforderungen des Lebens. Diese Erkenntnis ist vielleicht eines der größten Geschenke Gottes! Insbesondere wenn man erlebt und unterstützt, dass ein Kind sich entwickelt, lernt, heranwächst und die eigene Persönlichkeit entfaltet. Das gilt auch dann, wenn diese Entwicklung – üblicherweise – nicht immer geradlinig und konfliktfrei verläuft. Dann fängt das „Lernen von den Kindern“ erst richtig an! Die Kinder leben an anderen Orten, in anderer Umgebung, organisieren ihr Leben anders, lernen neue und andere Dinge, haben andere Berufe in anderen Unternehmensformen, reisen anders, kennen andere Menschen, usw.
Kurz gesagt: Über unsere Kinder haben wir Einblick in ganz andere Welten! Das ist immer wieder interessant – und spannend. Es funktioniert deshalb so gut, weil die Kommunikation durch das besondere Verhältnis der Kinder zu Eltern oder Großeltern geprägt ist, durch Wohlwollen, Interesse, Offenheit, Vertrauen.
Sic
her haben wir früher vieles richtig gemacht, aber unsere Kinder machen heute auch vieles richtig, obwohl (oder weil!) sie manches anders machen! Die spannendste und lehrreichste Diskussion geht um die Frage: Was bleibt an Prinzipien, Verhaltensweisen und Werten und wo sind Änderungen sinnvoll oder sogar notwendig – durch neue Bedingungen und um neue Möglichkeiten zu nutzen? Die Frage stellt sich für das persönliche Leben, für die berufliche Arbeit, für Gesellschaft und Politik und auch für die Kirche. Wie soll sich die Welt weiterentwickeln, wenn wir nicht offen sind für die jungen Menschen und deren Lebenswelt? Hohe Qualität dieser Gespräche entsteht, wenn es nicht ums Rechthaben, sondern um die gemeinsame „Wahrheitsfindung“ aus alten und neuen Erfahrungen geht. Der gesellschaftliche Wert der Familie für diesen unverzichtbaren generationenübergreifenden Dialog kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Freuen Sie sich also, wenn Sie von Kindern oder Enkeln lernen können – und nutzen sie jede Chance!
Ein Gedanke zum Schluss: Die Katholische Kirche hat größte Mühe, sich auf moderne gesellschaftliche Entwicklungen einzustellen oder auch nur eine Sprache zu finden, die heute noch verstanden wird. Liegt das vielleicht auch darin begründet, dass es den verantwortlichen kirchlichen Entscheidungsträgern in der Regel nicht möglich ist, von ihren Kindern und Enkeln zu lernen?

Thomas Michalski

Einladung zum Vortrag

am Montag 07.09.2020 um 19.30 Uhr im BGV am Domhof

Thema: Unsere Sorge für das gemeinsame Haus – die Kirche und der Umweltschutz. Ein Statusberich
Referent: Dr. Dr. Dirk Preuß, Umweltbeauftragter für das Bistum Hildesheim

Auf der Internetseite des Bistums stehen zum Thema Umweltschutz/Klimaschutz:
Umweltschutz
… weil die Liebe zu den Menschen und das gesellschaftliche Engagement untrennbar mit der Sorge für die Umwelt, mit der „Sorge für das gemeinsame Haus“ verbunden sind (vgl. Enzyklika Laudato siʾ).
Klimaschutzinitiative
Wie viel Energie verbrauchen die Kirchengemeinden und Einrichtungen? Welches Gebäude in meiner Gemeinde verbraucht die meiste Energie? Wir helfen Pfarreien, die Antworten zu finden.
Allianz für die Schöpfung
Unterwegs zu einem guten Leben für alle! Schöpfungsverantwortung in weltweiter Solidarität erfordert eine Änderung unseres Lebensstils und bedarf gesellschaftlich-politischen Engagements.
Umweltkarte
Mit diesem neuen Angebot wollen wir die verschiedenen Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten in den Kirchengemeinden unseres Bistums anschaulich machen
Zu jedem genannten Thema kann auf der Seite www.bistum-hildesheim.de/kirche-gesellschaft/umweltschutz-klimaschutz weitergelesen werden.
Herr Dr. Preuß wird uns sicher interessante Aspekte zum Thema näherbringen.
Wir freuen uns auf einen interessanten Abend.
Alle KKVerinnen, KKVer und interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Bitte melden Sie sich bei Vb Heinz Grande telefonisch oder bei Vb Thomas Adamski per E-Mail an. Corona macht es erforderlich.
Ansprechpartner: Vb Thomas Adamski